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Aquinas on Transubstantiation: The Real Presence of Christ in the Eucharist
Aquin über die Transsubstantiation behandelt eine der am häufigsten missverstandenen und falsch dargestellten Lehren des Thomas von Aquin - die eucharistische Transsubstantiation. Die Studie interpretiert die Lehre des Thomas von Aquin als eine Übung der "heiligen Lehre" (sacra doctrina), die darauf abzielt, die einfache und doch tiefgründige These, dass die "Transsubstantiation" nichts anderes als die Wahrheit der Worte Christi beim Letzten Abendmahl - "Das ist mein Leib", "Das ist mein Blut" - bestätigt, theologisch aufzuzeigen und philosophisch zu untermauern.
Doch um diese einfache und doch so tiefe Wahrheit in der heutigen Zeit wiederzufinden, muss man in die Tiefen der philosophischen Interpretation von Thomas von Aquin vordringen. Für Thomas von Aquin ist es in Bezug auf die Wahrheit der eucharistischen Bekehrung der Glaube, der den menschlichen Verstand davor bewahrt, das in den Worten Christi angekündigte Geheimnis zu übersehen oder zu verwerfen. Der Glaube ist jedoch nicht intellektuell blind, ein Glaube, der, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, durch willkürliche göttliche Gebote befohlen wird, denen sich der Wille in blindem Gehorsam unterwirft.
Vielmehr wird der Glaube nach Aquin durch eine intellektuelle Betrachtung des vorgeschlagenen Glaubensgeheimnisses, durch einen Glauben, der nach Verständnis strebt, gestützt, aber nicht begründet. Thomas von Aquin entfaltet diese vom Glauben geleitete Übung des Verstehens im Medium einer metaphysischen Kontemplation, die eine tiefe intellektuelle Würdigung dieses zentralen Geheimnisses des Glaubens ermöglicht - eben als Geheimnis.
Thomas' metaphysische Betrachtung der eucharistischen Bekehrung weist auf das blendende Licht der Superintelligibilität hin, das als die einzigartige Dunkelheit erfahren wird, die dieses erhabene Geheimnis des Glaubens umgibt. Eine Vertiefung in die Transsubstantiationslehre des Thomas von Aquin ermöglicht auch eine erneute Würdigung der kirchlichen Bejahung der Transsubstantiation als des treffendsten Begriffs für die Deutung des Mysteriums der eucharistischen Wandlung und eine größere Präzision dessen, was bei diesem Mysterium im laufenden ökumenischen Gespräch über diese zentralste christliche Lehre im Mittelpunkt steht.
Eine lehrmäßig fundierte, ökumenisch informierte und philosophisch reflektierte zeitgenössische katholische Theologie kann es sich nicht leisten, die überragende Darstellung der eucharistischen Wandlung bei Aquin zu ignorieren oder abzutun.