Ästhetik der Denkfabrik: Der Modernismus der Jahrhundertmitte, der Kalte Krieg und die neoliberale Gegenwart

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Ästhetik der Denkfabrik: Der Modernismus der Jahrhundertmitte, der Kalte Krieg und die neoliberale Gegenwart (M. Lee Pamela)

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Originaltitel:

Think Tank Aesthetics: Midcentury Modernism, the Cold War, and the Neoliberal Present

Inhalt des Buches:

Wie die Ansätze und Methoden von Denkfabriken - einschließlich Systemtheorie, operativer Forschung und Kybernetik - den Weg für ein besonderes Genre der Moderne zur Mitte des Jahrhunderts ebneten.

In Think Tank Aesthetics zeichnet Pamela Lee die komplexen Begegnungen zwischen den Denkfabriken des Kalten Krieges und der Kunst jener Zeit nach. Lee zeigt, wie die Ansätze und Methoden von Denkfabriken - einschließlich Systemtheorie, Operations Research und Kybernetik - den Weg für ein besonderes Genre der Moderne in der Mitte des Jahrhunderts ebneten und die Bedingungen für den zeitgenössischen Neoliberalismus festlegten. Lee stellt diese schattenhaften Institutionen als Orte radikaler Kreativität und interdisziplinärer Praxis im Dienste der Verteidigungsstrategie dar. Sie beschreibt die unverwechselbare Ästhetik, die aus Institutionen wie der RAND Corporation hervorging, und zeichnet die vielfältigen und sich überschneidenden Netzwerke nach, die Nuklearstrategen, Mathematiker, Ökonomen, Anthropologen, Künstler, Designer und Kunsthistoriker miteinander verbanden.

Lee erzählt unter anderem von dem jahrzehntelangen Gespräch zwischen Albert Wohlstetter, einem RAND-Analysten, und seinem ehemaligen Professor, dem berühmten Kunsthistoriker Meyer Schapiro; von der Anthropologin Margaret Mead, die innovative visuelle Hilfsmittel einsetzte, die an die abstrakte Kunst der Mitte des Jahrhunderts erinnern; und von der Kombination aus Kybernetik und modernem Design in einem "Opsroom" für die kurzlebige sozialistische Regierung von Salvador Allende im Chile der 1970er Jahre (und dessen Neuinszenierung viele Jahre später als Kunstwerk). Lee schlägt vor, diese Verbindungen weniger als disziplinäre Grenzüberschreitungen zu betrachten, sondern vielmehr als Kolonialisierung der spezifischen Interessen der Künste durch die Ansätze und Methoden der Wissenschaften. Lee hört die Anklänge an die Ästhetik der Denkfabriken im heutigen Streben nach Interdisziplinarität und in der von der Wissenschaft geprägten Rechtfertigung der Geisteswissenschaften und fragt sich, welches Territorium bei einem Laboransatz für die Künste aufgegeben wurde.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780262043526
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:360

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