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Aesthetics of Excess: The Art and Politics of Black and Latina Embodiment
Starkes Make-up, auffälliger Schmuck, dramatische Frisuren und Kleidung, die als billig, unecht, zu kurz, zu eng oder zu männlich gilt: Schwarze und Latina-Mädchen und -Frauen aus der Arbeiterklasse verkörpern oft einen exzessiven Stil, der als Zeichen sexueller Abweichung gilt.
In Aesthetics of Excess (Ästhetik des Übermaßes) untersucht Jillian Hernandez, wie Mittelklassediskurse über ästhetische Werte die Körper von Frauen und Mädchen of Color rassifizieren. Gleichzeitig kann ihr Stil eine Quelle kulturellen Kapitals sein, wenn er von der zeitgenössischen Kunstszene angeeignet wird.
Ausgehend von ihrer Community-Art-Arbeit mit Schwarzen und Latina-Mädchen in Miami, Florida, analysiert Hernandez die Kunst und das Selbstbild dieser Mädchen neben Werken zeitgenössischer Künstler und Popmusiker wie Wangechi Mutu, Kara Walker und Nicki Minaj. Durch diese relationale Lektüre zeigt Hernandez, wie Begriffe von Hoch- und Niedrigkultur kompliziert werden, wenn Frauen und Mädchen farbiger Herkunft sich an der Kulturproduktion beteiligen, und wie sie die Kontrolle ihrer Körper und Sexualität durch künstlerische Autorschaft herausfordern.