Bewertung:

In den Rezensionen zu „Atomic Frontier Days“ wird die umfassende Untersuchung des Nuklearstandorts Hanford im Bundesstaat Washington hervorgehoben, in der die historische Bedeutung und die politische Dynamik des Standorts nachgezeichnet werden. Während das Buch für seinen ausgewogenen Ansatz und seine detaillierten Einblicke gelobt wird, wird es kritisiert, weil es die Umweltverschmutzung und die gesundheitlichen Auswirkungen der radioaktiven Abfälle herunterspielt.
Vorteile:⬤ Gut informierte, ausgewogene Perspektive auf die Geschichte der Hanford-Nuklearanlage
⬤ bietet detaillierte Einblicke in politische Manöver und die Beteiligung der lokalen Gemeinschaft
⬤ empfohlen als unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für das Thema interessieren.
⬤ Geht nicht gründlich auf die Umweltkontamination und die gesundheitlichen Auswirkungen von Radionukliden ein
⬤ enthält sich wiederholende Elemente und einige faktische Ungenauigkeiten
⬤ lässt eine tiefere Untersuchung der gesundheitlichen Folgen des Betriebs der Anlage vermissen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Atomic Frontier Days: Hanford and the American West
Herausragender Titel des Choice Magazine.
An den Ufern des größten Flusses im pazifischen Nordwesten liegt das Hanford-Nuklearreservat, ein Industriestandort, der im Widerspruch zu den umliegenden Weinbergen und der Wüste zu stehen scheint. Das 586 Quadratmeilen große Gelände am Columbia River ist sowohl für seine Ursprünge als Teil des Manhattan-Projekts bekannt, in dem die ersten Atombomben hergestellt wurden, als auch für die monumentalen Anstrengungen, die derzeit unternommen werden, um die Abfälle aus fünfundvierzig Jahren Plutoniumherstellung für Atomwaffen zu beseitigen. Hanford macht regelmäßig Schlagzeilen, weil sich Wissenschaftler, Kläger, Verwalter und Politiker über seine Vergangenheit und seine Zukunft streiten.
Es ist leicht, Hanford als Ausdruck der Bundesgewalt zu betrachten, als einen Ort, der von Mensch und Natur getrennt ist, aber diese Sichtweise verzerrt die Geschichte. Atomic Frontier Days blickt durch ein breiteres Objektiv und erzählt eine komplexe Geschichte von Produktion, Gemeinschaftsbildung, Politik und Umweltsensibilität. In brillant strukturierten Parallelgeschichten überbrücken die Autoren die Spaltungen, die Hanfords Schlagzeilen begleiten, und bieten eine Perspektive auf die heutigen Kontroversen. Hanford und die Dreistädte Richland, Pasco und Kennewick, die von der regionalen Kultur, Wirtschaft und Politik ebenso beeinflusst wurden wie von Krieg, Diplomatie und Umweltschutz, beleuchten die Geschichte des modernen amerikanischen Westens.