Bewertung:

John M. Findlays „Magic Lands“ untersucht die Entwicklung westlicher Städte in Amerika nach dem Zweiten Weltkrieg und konzentriert sich dabei auf die Art und Weise, wie die auf das Auto ausgerichtete Planung urbane Landschaften geformt hat. Er kontrastiert diese neueren, ausufernden Entwicklungen mit älteren Städten im Osten und präsentiert Fallstudien über „magische Königreiche“ wie Disneyland und Sun City. Während einige Rezensenten Findlays lebendigen Schreibstil und seine aufschlussreiche Analyse loben, kritisieren andere das Buch für sein schlechtes Lektorat und die übermäßige Detailfülle, die die Lektüre erschweren kann.
Vorteile:Gut recherchierte Stadtgeschichte, die Einblicke in die Entwicklung westlicher Stadtlandschaften bietet.
Nachteile:Lebendiger und leidenschaftlicher Schreibstil, der das Engagement des Lesers fördert.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Magic Lands: Western Cityscapes and American Culture After 1940
Der amerikanische Westen beschwört Bilder von pastoraler Ruhe und weiten Räumen herauf, aber um 1970 war der Ferne Westen der am stärksten verstädterte Teil des Landes. Anhand von vier faszinierenden Stadtbildern - Disneyland, Stanford Industrial Park, Sun City und die Weltausstellung 1962 in Seattle - zeigt John Findlay, wie jede dieser Städte ein Gefühl des Zusammenhalts schuf und den Glauben der Menschen an ihre überlegene urbane Umgebung aufrecht erhielt. Diese erste umfassende Studie über den urbanen Westen nach 1940 zeigt, dass die Menschen im Westen bewusst versuchten, Städte zu bauen, die sich radikal von ihren östlichen Pendants unterschieden.
1954 begann Walt Disney mit dem Bau des ersten Themenparks der Welt, wobei er die Techniken des Hollywood-Films nutzte. Die Schöpfer des Stanford Industrial Park waren zögerlicher in ihrer Herangehensweise an eine konzeptionell organisierte Umgebung, aber Mitte der 1960er Jahre war der Park der prototypische "Forschungspark" der Nation und das intellektuelle Zentrum der Hochtechnologieregion, die zum Silicon Valley wurde.
1960 errichtete Del E. Webb am Stadtrand von Phoenix Sun City, die größte und einflussreichste Seniorenwohnanlage der Vereinigten Staaten. Ein weiteres innovatives Stadtbild entstand auf der Weltausstellung 1962 in Seattle und bot eine futuristische, etwas phantasievolle Vision des modernen Lebens.
Diese vier wurden zu "magischen Ländern", die ein Gegenmittel gegen das scheinbare Chaos ihrer jeweiligen städtischen Umgebung darstellten. Als Beispiele eines neuen Lebensstils sind sie Orientierungspunkte in der sich wandelnden kulturellen Landschaft des Nachkriegsamerikas.