
Wie das Aufkommen der großen Atrien in den 1970er und 80er Jahren die Art und Weise veränderte, wie Gebäude entworfen, gebaut, reguliert und bewohnt werden können.
In den 1970er Jahren tat sich im Herzen der Architektur eine Lücke auf. In Hotels, Büros, öffentlichen Gebäuden und Geschäftszentren entstanden weltweit Atrien, die das modernistische Erbe von Form und Funktion in Frage stellten und das Stadtbild und die Erfahrung von Städten veränderten. Obwohl das Atrium oft in großem Maßstab und mit beeindruckender Wirkung auftritt, wurde es auch allgegenwärtig und alltäglich. In dieser lebhaften Kritik zeichnet Charles Rice das Erscheinen des Atriums in den 1970er Jahren und seine Entwicklung bis in die 1980er Jahre nach, als es mit tiefgreifenden Veränderungen in der Disziplin und Praxis der Architektur einherging.
In dieser Zeit veränderte sich die architektonische Praxis insbesondere in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich rapide, was zum Teil auf die vielfältigen Auswirkungen der Deregulierung zurückzuführen war. Alle Aspekte der Art und Weise, wie Gebäude entworfen, entwickelt, reguliert, gebaut, verwaltet und genutzt wurden, wurden neu gestaltet. Eine Praxis, die sich an den progressiven Grundsätzen der Moderne orientierte, wurde in eine professionelle Dienstleistung umgewandelt, die vollständig in die neoliberalen sozialen und wirtschaftlichen Erfordernisse integriert war. Wie Rice zeigt, verleiht das Atrium dieser Geschichte eine eindeutige räumliche und materielle Gestalt, die einen Einblick in die Architektur im Wandel bietet.