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Going to My Father's House: A History of My Times
Die persönliche Reise einer Historikerin zu den komplexen Fragen von Einwanderung, Heimat und Nation.
Von Irland nach London in den 1950er Jahren, von Derry während der Unruhen bis zum heutigen, entindustrialisierten Manchester - Joyce stellt fest, dass die Bande von Ort, Familie und Vergangenheit schwer zu durchbrechen sind. Warum werden wir von bestimmten Orten immer wieder heimgesucht? Was bedeutet es, nach den Leiden des Empire und des Krieges Brite zu sein? Wie können wir uns in einer hypermobilen Welt zurechtfinden, ohne uns an unsere Vergangenheit zu erinnern?
Patrick Joyces Eltern kamen in den 1930er Jahren aus Irland und ließen sich im Westen Londons nieder. Aber sie haben ihr Heimatland nie wirklich verlassen. Als er in den Straßen von Paddington und Notting Hill aufwuchs und seine Familie in Irland besuchte, spürte er eine Spannung zwischen den Begriffen Heimat, Nation und Zugehörigkeit. Going to My Father's House zeichnet den Versuch des Historikers nach, diesen Bindungen einen Sinn zu geben und zu sehen, wie sie sich in einer globalisierten Welt manifestieren. Er erkundet die Orte - das Haus, die Straße, die Mauern und die Gräber -, die seine eigene Identität geprägt haben. Er fragt, welchen Stellenwert die Ideen von Geschichte, Erbe und Nostalgie bei der Schaffung eines Selbstverständnisses haben. Er schließt mit einem Plädoyer für eine Geschichte, die die Vergangenheit zur Rechenschaft zieht, aber auch einen dynamischen, umfassenden Wandel ermöglicht.