Bewertung:

Das Buch bietet eine gut geschriebene Erkundung des Lebens von Subsistenzbauern, wobei der Schwerpunkt auf den verschwindenden bäuerlichen Kulturen in Europa liegt und Themen wie Geschichte, Erinnerung und die Verbindung zum Land hervorgehoben werden. Es verwebt persönliche Erzählungen mit breiteren historischen Kontexten und untersucht die Komplexität von Kultur und Gesellschaft.
Vorteile:Die Leser lobten das Buch für seinen brillanten Schreibstil, den fesselnden Stil und die umfassende Analyse des bäuerlichen Lebens. Viele fanden es faszinierend und informativ und hoben besonders die Verbindung zu persönlichen Geschichten und historischer Bedeutung hervor. Die Einbeziehung von Fotografien und die aufschlussreichen Perspektiven des Autors fanden ebenfalls großen Anklang. Das Buch wird als besonders nützlich für Historiker angesehen, insbesondere für diejenigen, die sich mit der irischen Geschichte beschäftigen.
Nachteile:In einigen Rezensionen wurden keine spezifischen Nachteile erwähnt, aber es wurde angedeutet, dass der dichte akademische Charakter oder die schwerwiegenden Themen nicht jeden ansprechen könnten. In den Rezensionen wurden jedoch keine ausdrücklichen Nachteile genannt.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Remembering Peasants: A Personal History of a Vanished World
Eine bahnbrechende neue Geschichte der bäuerlichen Erfahrung, die eine heute vernachlässigte Lebensweise erforscht, die einst den größten Teil der Menschheit umfasste, in unserer Zeit aber im Verschwinden begriffen ist.
"Was das Skelett für die Anatomie ist, ist der Bauer für die Geschichte, ihre wesentliche verborgene Stütze." In den letzten anderthalb Jahrhunderten und noch schneller in den letzten siebzig Jahren ist die Welt zunehmend städtisch geworden, und die bäuerliche Lebensweise - die vorherrschende Lebensform der Menschheit seit Beginn der Landwirtschaft vor mehr als 6.000 Jahren - ist im Verschwinden begriffen. In dieser neuen Geschichte des Bauerntums versucht der Sozialhistoriker Patrick Joyce, die Geschichte dieser verlorenen Welt und ihrer Menschen zu erzählen und zu zeigen, wie wir ihrer Lebensweise gedenken können. In gewissem Sinne handelt es sich um eine globale Geschichte, die von der Urbanisierung des frühen 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart führt. Doch Joyce konzentriert sich vor allem auf den Untergang der europäischen Bauernschaft und ihrer Riten, Traditionen und ihres Glaubens.
Daneben bringt er Geschichten von Einzelpersonen und Orten ein, darunter seine eigene Familie, und untersucht, wie Bauern und ihre Lebensweise in Fotografien, Literatur und Museen festgehalten wurden. Joyce erforscht ein Volk, dessen Stimme in der Geschichte der Menschheit stark unterrepräsentiert ist und meist durch andere vermittelt wird. Und nun verschwinden die Bauern in einem der größten historischen Umbrüche unserer Zeit.
Geschrieben mit dem Geschick und der Autorität eines großen Historikers, ist Remembering Peasants ein bahnbrechendes Werk, eine reichhaltige, komplexe und leidenschaftliche Geschichte, geschrieben mit exquisiter Sorgfalt. Joyce wirft ein Schlaglicht auf Menschen, deren Wissen über das Land in unserer kritischen Zeit der Klimakrise und des Aufstiegs der industriellen Landwirtschaft unwiederbringlich verloren geht. Dieses aufschlussreiche, zeitgemäße und äußerst wichtige Buch erinnert an eine außergewöhnliche Kultur, deren Einfluss auf die Geschichte - und die Zukunft - nach wie vor von großer Bedeutung ist.