Bewertung:

Das Buch ist ein zutiefst emotionaler Bericht über den Völkermord an den Armeniern aus der Sicht eines überlebenden Kindes, Karnig Panian. Es ist ein zu Herzen gehender Erinnerungsbericht, der die Kämpfe und die Widerstandsfähigkeit des armenischen Volkes, insbesondere der Waisen, inmitten der schrecklichen Ereignisse hervorhebt. Die Leser finden die Geschichte sowohl informativ als auch ergreifend, was sie zu einer wichtigen Lektüre für das Verständnis dieses tragischen Teils der Geschichte macht.
Vorteile:Die Memoiren werden für ihre emotionale Tiefe und Ehrlichkeit gelobt und bieten eine einzigartige Perspektive auf den armenischen Völkermord und die Erfahrungen der überlebenden Kinder. Viele Leser bemerkten, dass das Buch gut geschrieben und informativ ist und eine fesselnde Erzählung bietet, die Empathie und Verständnis hervorruft. Das Buch wird auch dafür geschätzt, dass es weniger bekannte Aspekte des Völkermords beleuchtet, insbesondere das Leben der Waisenkinder.
Nachteile:Einige Leser empfanden das Buch als kurz, aber emotional intensiv, was es zu einer schwierigen Lektüre machte. Man ist skeptisch, was die Zuverlässigkeit des Erzählers angeht, da er während der beschriebenen Ereignisse erst fünf Jahre alt war, was Fragen über die Genauigkeit seiner Erinnerung aufwirft. Außerdem waren einige der Meinung, dass das Buch mehr erwachsene Reflexionen und historischen Kontext hätte enthalten können.
(basierend auf 41 Leserbewertungen)
Goodbye, Antoura: A Memoir of the Armenian Genocide
Als der Erste Weltkrieg begann, war Karnig Panian erst fünf Jahre alt und lebte mit seinen armenischen Mitbürgern in dem anatolischen Dorf Gurin. Vier Jahre später fanden ihn amerikanische Entwicklungshelfer in einem Waisenhaus in Antoura, Libanon. Er war eines von fast 1.000 armenischen und 400 kurdischen Kindern, die von den türkischen Verwaltern im Stich gelassen worden waren und im Waisenhaus ohne erwachsene Betreuung überleben mussten.
Diese Memoiren erzählen die außergewöhnliche Geschichte dessen, was er in jenen Jahren durchmachte - wie sein Volk aus der armenischen Gemeinde deportiert wurde, wie seine Familie in einem Flüchtlingslager in den Wüsten Syriens starb und wie er Hunger und Misshandlungen im Waisenhaus überlebte. Das Waisenhaus von Antoura war ein weiteres Projekt des armenischen Völkermordes: Seine Verwalter, einige wohlwollend, andere grausam, versuchten, die Kinder in Türken zu verwandeln, indem sie ihre armenischen Namen änderten, sie zwangen, Türkisch zu sprechen, und ihre Geschichte auslöschten.
Panians Memoiren sind eine mitreißende Geschichte von Verlust, Widerstand und Überleben, die jedoch ohne Bitterkeit oder Sentimentalität erzählt wird. Seine Geschichte zeigt uns, wie selbst kleine Kinder Ungerechtigkeit erkennen und sich dagegen organisieren können, wie sie ein Identitätsgefühl entwickeln können, für dessen Erhalt sie kämpfen werden. Er zeichnet ein schmerzhaftes und detailliertes Bild vom Leben und Wirken armenischer Waisenkinder in den dunkelsten Tagen des Ersten Weltkriegs. Letztendlich überlebte Karnig Panian den armenischen Völkermord und die darauf folgenden Entbehrungen. Auf Wiedersehen, Antoura zeigt uns, wie Menschlichkeit, die einmal verweigert wurde, wieder zurückgewonnen werden kann.