Bewertung:

Das Buch bietet eine eingehende Erforschung der Geschichte der Obaku-Zen-Sekte und ihrer prominenten Persönlichkeiten und ist besonders für diejenigen geeignet, die eher detaillierte akademische Informationen als eine leichte Lektüre suchen.
Vorteile:Sehr detailliert und gut recherchiert, bietet es ein tieferes Verständnis der Obaku-Sekte und ihrer Meister. Die Einbeziehung von persönlichen Fotografien verstärkt die Verbindung zum historischen Kontext.
Nachteile:Die Detailtiefe kann für allgemeine Leser überwältigend sein und dürfte eher Wissenschaftler ansprechen. Einige Kritikpunkte betreffen die Spiritualität und die Anzahl der „Dharma-Erben“, die mit Schlüsselfiguren in Verbindung gebracht werden, was Leser, die eine eher traditionelle Zen-Perspektive suchen, abschrecken könnte.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Leaving for the Rising Sun: Chinese Zen Master Yinyuan and the Authenticity Crisis in Early Modern East Asia
Im Jahr 1654 reiste Zen-Meister Yinyuan von China nach Japan. Sieben Jahre später wurde sein Kloster, Manpukuji, gebaut und er gründete eine neue Tradition, die Obaku genannt wurde.
In dieser Fortsetzung seines 2008 erschienenen Buches Enlightenment in Dispute erzählt Jiang Wu die Geschichte der enormen Hindernisse, denen sich Yinyuan gegenübersah, und zieht Parallelen zwischen seinen Erfahrungen und dem breiteren politischen und kulturellen Kontext, in dem er lebte. Yinyuan behauptete, die "Authentische Übertragung der Linji-Sekte" geerbt zu haben. Nach seiner Ankunft in Japan gelang es ihm, den Shogun davon zu überzeugen, ein neues Kloster im Ming-Stil für die Gründung seiner Obaku-Schule zu errichten.
Seine Ankunft in Japan fiel mit einer Reihe historischer Entwicklungen zusammen, darunter der Ming-Qing-Übergang, die Konsolidierung der frühen Tokugawa-Macht, das Wachstum des Nagasaki-Handels und das wachsende Interesse der Japaner an chinesischen Gelehrsamkeiten und künstlerischen Bestrebungen. Während Yinyuans Reise in wissenschaftlichen Kreisen bekannt ist, wurde die Bedeutung seiner Reise innerhalb der ostasiatischen Geschichte noch nicht vollständig erforscht.
Leaving for the Rising Sun" bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Krise auf dem Kontinent und die Reaktionen aus anderen Teilen Ostasiens neu zu untersuchen. Anhand von Yinyuans Geschichte, die eine Brücke zwischen China und Japan schlägt, zeigt Wu, dass die Bedeutung des Mönchs weit über den vorübergehenden Erfolg einer religiösen Sekte hinausgeht.
Vielmehr importierte Yinyuan einen neuen Diskurs der Authentizität nach Japan, aus dem einheimische Bewegungen hervorgingen, die eine auf China ausgerichtete Weltordnung in Frage stellten und schließlich zum Zusammenbruch dieser Ordnung führten.