Bewertung:

Das Buch ist eine meisterhafte Satire auf die britische Gesellschaft in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, auch wenn es seit seiner Veröffentlichung nur wenig kritische Aufmerksamkeit erhalten hat. Es ruft bei denjenigen, die sowohl mit der britischen als auch mit der amerikanischen Kultur vertraut sind, ein Gefühl von Nostalgie und Wiedererkennung hervor.
Vorteile:Der Text ist eine meisterhafte Übung in Satire, mit äußerst witzigen Passagen und aufschlussreichen Kommentaren zu gesellschaftlichen Veränderungen. Das Buch kommt bei Lesern, die sowohl mit der britischen als auch mit der amerikanischen Kultur vertraut sind, gut an und ruft Wiedererkennungseffekte und Schmunzeln hervor.
Nachteile:Manche mögen den Stil als beschwerlich oder weinerlich empfinden. Außerdem könnten die Leser feststellen, dass die Prognosen des Autors im Vergleich zur aktuellen Realität ungenau sind.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
All Dressed Up and Nowhere to Go
Nachdem er in den 1950er Jahren ein Jahr lang an einer amerikanischen Universität gelehrt hatte, kehrte Malcolm Bradbury nach England zurück, um festzustellen, dass sein Heimatland für ihn fast so rätselhaft geworden war wie der Mittlere Westen der USA.
Während Großbritannien auf ein neues Jahrzehnt zusteuerte, veränderte sich ein Großteil des Landes unaufhaltsam, seine agrarische Vergangenheit wurde von Vorstadtentwicklern überbaut, sein ruhiger Traditionalismus durch Bienenkorbfrisuren und glänzende Bürogebäude mit Glaswänden ersetzt. Um diesen merkwürdigen Moment in der britischen Geschichte zu bewältigen, griff Bradbury zum schärfsten Mittel in seinem Arsenal: dem Humor.
In "All Dressed Up" und "Nowhere to Go" schreibt er über ein Land, das auf der Grenze zwischen zwei Welten balanciert, und zwar mit dem ironischen Witz und der scharfen Beobachtungsgabe, die ihn zu einem der größten Satiriker des zwanzigsten Jahrhunderts gemacht haben.