Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 8 Stimmen.
Augustine and the Limits of Politics
(Jetzt mit einem neuen Vorwort von Patrick J. Deneen).
Jean Bethke Elshtain bringt Augustins Denken in die zeitgenössische politische Arena und stellt einen Augustinus vor, der eine komplexe moralische Landkarte schuf, die Raum für Loyalität, Liebe und Fürsorge sowie eine gezügelte Form der bürgerlichen Tugend bietet. Das Ergebnis ist ein kontroverses Buch über einen der größten und komplexesten Denker der Welt, dessen Gedanken die gesamte westliche politische Philosophie weiterhin verfolgen. Was ist unsere Aufgabe in diesem gemeinsamen sterblichen Leben? fragt Augustinus und fordert uns auf, uns selbst zu fragen. Was kann Augustinus wohl zu den Bedingungen sagen, die unsere heutige Gesellschaft kennzeichnen und die Demokratie in eine Krise zu stürzen scheinen? Wer ist Augustinus für uns heute und was haben seine Worte mit politischer Theorie zu tun? Dies sind die grundlegenden Fragen, die Jean Bethke Elshtains faszinierende Auseinandersetzung mit dem Denken und dem Werk des antiken Denkers Augustinus beflügeln, der keine politische Theorie an sich lieferte und sich weigerte, eine positive Utopie anzubieten. Bei der Erforschung der Fragen Warum Augustinus, warum jetzt?
Elshtain argumentiert, dass die großen Werke des Augustinus ein scharfsinniges und skrupulöses Gespür für das Hier und Jetzt und die darin enthaltenen realen Grenzen aufweisen. Sie erörtert auch andere Aspekte von Augustinus' Denken, darunter sein Beharren darauf, dass keine menschliche Stadt der himmlischen Stadt nachempfunden werden kann, und geht näher auf Hannah Arendts tiefe Verbundenheit mit Augustins Verständnis des Bösen ein. Elshtain stellt auch Augustinus' Argumente gegen den Hochmut der Philosophie vor und stellt damit eine Verbindung zu späteren Strömungen des modernen Denkens her, darunter Wittgenstein und Freud.