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Just War Theory
Wieder verfügbar.
Schon lange vor der „Shock and Awe“-Kampagne gegen den Irak im März 2003 gab es Debatten über die Rechtfertigung des von den USA geführten Krieges zur Beseitigung von Saddam Hussein. Während die Regierung von George W. Bush erklärte, es handele sich um einen gerechten Krieg aus Notwendigkeit, warfen die Gegner vor, es handele sich um einen Krieg der Wahl und sogar um Opportunismus. Hinter der Rhetorik verbergen sich entscheidende Fragen: Wann ist ein Krieg gerecht, und welche Mittel sind selbst im Verlauf eines gerechten Krieges akzeptabel?
Ursprünglich 1991, im Gefolge des ersten Krieges gegen den Irak, veröffentlicht, erforscht Just War Theory dieses grundlegende Dilemma. Mit einem neuen Vorwort des Herausgebers gehen die Aufsätze in dieser unverzichtbaren Sammlung über die theoretischen Ursprünge der Theorie des gerechten Krieges hinaus und untersuchen Fragen, mit denen Militärstrategen, Politiker, Gesellschaftstheoretiker und alle, die sich mit den Provokationen und Kosten militärischer Aktionen befassen, konfrontiert sind.
Der Volksmund behauptete einst, dass der Begriff des gerechten Krieges mit dem Einsetzen der „totalen Kriegsführung“, die durch Angriffe auf Zivilisten und wahllose Massenvernichtungswaffen gekennzeichnet ist, obsolet werden würde. Während das letzte Jahrzehnt von Brutalität geprägt war, ist die Theorie des gerechten Krieges wichtiger denn je für die Zukunft der internationalen Beziehungen und des öffentlichen Diskurses. Diese lesenswerte Sammlung ist eine unschätzbare Einführung in die Debatte.