Bewertung:

Die Rezensionen heben die Tiefe und Wissenschaftlichkeit der Übersetzungen und Analysen von Augustinus' Werk hervor, wobei der Schwerpunkt auf seiner trinitarischen Theologie liegt. Das Buch wird als wichtiger Beitrag zum Fachgebiet gewürdigt, vor allem zum Verständnis des Denkens von Augustinus und seines historischen Kontextes, doch wird es auch wegen seiner Detailfülle, der Notwendigkeit von Vorkenntnissen zum Thema und der schlechten Druckqualität kritisiert.
Vorteile:Das Buch bietet eine detaillierte und aufschlussreiche Übersetzung von Augustins „De Trinitate“ mit umfangreichen Anmerkungen und Kommentaren, die das Verständnis erleichtern. Lewis Ayres wird für seinen fesselnden Schreibstil und seine wissenschaftlichen Beiträge gelobt, insbesondere für die Klärung der Beziehung zwischen Augustinus und dem Neuplatonismus. Das Buch gilt als wichtige Lektüre für alle, die sich mit frühchristlicher Theologie befassen.
Nachteile:Der Text gilt als langsam und dicht, was ihn für Leseanfänger schwierig macht. Einige argumentieren, dass Ayres' These zu wenig ausgearbeitet ist und den bisherigen wissenschaftlichen Konsens nicht vollständig umstößt. Außerdem wurde die Druckqualität des Buches als sehr schlecht kritisiert, was die Lesbarkeit erheblich beeinträchtigt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Augustine and the Trinity
Augustinus von Hippo (354-430) hat die westliche Theologie stark beeinflusst, doch wurde ihm oft vorgeworfen, die Einheit Gottes zum Nachteil der Trinität zu sehr zu betonen.
In Augustinus und die Trinität bietet Lewis Ayres eine neue Behandlung dieser wichtigen Figur und zeigt, dass Augustins Schriften eine der ausgefeiltesten frühen Theologien der Trinität darstellen, die nach dem Konzil von Nicäa (325) entwickelt wurden. Auf der Grundlage neuerer Forschungen argumentiert Ayres, dass Augustinus von einer Vielzahl früherer lateinischer christlicher Traditionen beeinflusst war, die die Unreduzierbarkeit von Vater, Sohn und Geist betonten.
Augustinus verbindet diese Traditionen mit dem Material nichtchristlicher Neuplatoniker zu einer sehr persönlichen Synthese. Ayres argumentiert auch, dass Augustinus eine kraftvolle Darstellung des christlichen Aufstiegs zum Verständnis des göttlichen Lebens und zur Teilhabe an ihm formte, die im Glauben beginnt und sich an der Demut Christi orientiert.