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The Intellectual World of Late Antique Christianity: Reshaping Classical Traditions
Die intellektuelle Welt des spätantiken Christentums erforscht neue Perspektiven auf die frühchristliche Epistemologie im Zusammenhang mit den sich verändernden Diskursen, Institutionen und der materiellen Kultur der Spätantike. Frühchristliche Formen des Wissens und der Wissensordnung beinhalteten komplexe Prozesse der Aneignung, Reproduktion und Neugestaltung jüdischer und klassischer Epistemologien.
Dies trug dazu bei, dass die Christen als textorientierte Religionsgemeinschaften innerhalb des Römischen Reiches und darüber hinaus eine Kultur der Interpretation und Argumentation entwickelten. Damit wurde ein intellektuelles Fundament gelegt, auf dem in einer Vielzahl späterer Kontexte aufgebaut und modifiziert werden sollte.
Dieser Band umfasst das griechische, lateinische und syrische Christentum und spannt einen historischen Bogen, der vom Neuen Testament bis zu Bede reicht, und zeichnet nach, wie die unterschiedlichen theologischen Verpflichtungen zu charakteristischen christlichen Darstellungen des Wissens führten. Er stellt die unzähligen Wege in den Vordergrund, auf denen die frühchristliche Erkenntnistheorie in frühere intellektuelle Traditionen und Lebensformen eingebettet war, und zeigt, wie diese Normen für das Gemeinschaftsleben und kraftvolle Handlungsweisen in der Welt etablierten.