Bewertung:

Das Buch untersucht Giles Frasers persönlichen Weg und seine theologischen Überlegungen, insbesondere in Bezug auf sein jüdisches Erbe und seine Erfahrungen während der Occupy-Bewegung in der St. Paul's Cathedral. In den Rezensionen wird eine Mischung aus fesselnden Einsichten und persönlichen Erzählungen hervorgehoben, aber einige Leser finden den Inhalt unzusammenhängend oder übermäßig selbstverliebt.
Vorteile:Das Buch wird für seine offene und persönliche Auseinandersetzung mit Glaube, Identität und historischem Kontext gelobt, die viele als fesselnd und zum Nachdenken anregend empfanden. Es enthält neue Perspektiven auf die frühchristliche und jüdische Identität sowie Elemente von Humor und Ehrlichkeit. Einige Leser bemerkten die informativen historischen Details.
Nachteile:Kritiker bemängelten die Struktur des Buches und bezeichneten es als unzusammenhängend und ohne Kohärenz zwischen der persönlichen Erzählung und den theologischen Diskussionen. Einige waren der Meinung, das Buch sei zu sehr mit sich selbst beschäftigt und enthalte zu viele Informationen über die jüdische Geschichte, ohne dass ein klarer Bezug zur Reise des Autors bestehe. Es wurden auch Bedenken geäußert, ob das Buch für Leser, die mit psychischen Problemen zu kämpfen haben, zugänglich ist.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Chosen - Lost and Found between Christianity and Judaism
Absorbierend, faszinierend, fesselnd“ The Observer
Intensiv bewegend, leuchtend und ziemlich großartig“ The Times
Es war einer der aufsehenerregendsten Momente in der modernen Geschichte der Londoner City. Im Jahr 2011 schlug die Occupy-Bewegung ihr Lager rund um die St. Paul's Cathedral auf. Giles Fraser, der Kanzler der Kathedrale, unterstützte sie dabei. Es endete in einer Katastrophe.
Dieses bemerkenswerte Buch ist die Geschichte der persönlichen Krise, die darauf folgte, und ihrer überraschenden Folgen. Als Giles Fraser zwischen den Kräften des Protests, den Bedürfnissen der Kirche und der unerbittlichen Londoner City zerrieben wurde, trat er zurück und stürzte in eine Depression.
Als sein Leben aus den Fugen geriet und er mit Selbstmordgedanken kämpfte, fand sich Fraser eines Tages zufällig in Liverpool vor der großen viktorianischen Synagoge wieder, in der einst ein entfernter Vorfahre den Vorsitz führte. Plötzlich wurde ihm klar, dass es vieles gab, was er über sich selbst, seine Verwandten und seine jüdischen Wurzeln nicht wusste.
Fraser nennt dieses Buch eine „Geistergeschichte“, und es ist ein Buch, das in der Tat mit vielen Geistern gefüllt ist. Seine Suche nach der jüdischen Vergangenheit seiner Familie macht dieses Buch sowohl zu einer faszinierenden persönlichen Geschichte als auch zu einem wunderbaren Werk über die heilende Kraft der Theologie, im Leben des Einzelnen und über religiöse Grenzen hinweg. Es ist ein Buch über die tiefsten und ältesten Elemente unserer Kultur, aber auch über die modernsten und persönlichsten. Es ist durchgehend lebendig mit dem Charme und der intellektuellen Kraft, die Fraser zu einem so bewunderten und kontroversen Prediger und Rundfunksprecher gemacht haben.