Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung der sozio-politischen Auswirkungen des Baus des Panamakanals auf die lokalen panamaischen Gemeinden, wobei insbesondere die ausgelöschten Städte und die historische Erzählung über dieses monumentale Projekt hervorgehoben werden. Das Buch bietet eine neue Perspektive, die traditionelle Darstellungen in Frage stellt und die persönlichen und gesellschaftlichen Umwälzungen, denen die Betroffenen ausgesetzt waren, beleuchtet.
Vorteile:⬤ Akribische Recherche und einzigartige wissenschaftliche Perspektive eines panamaischen Autors.
⬤ Enthüllt bisher unbekannte Geschichten und Perspektiven der vom Bau des Kanals betroffenen lokalen Bevölkerung.
⬤ Fesselnd und informativ für Leser, die mit diesem Aspekt der Geschichte nicht vertraut sind.
⬤ Spricht sowohl Panamaer als auch Ausländer an, die die Komplexität der Geschichte Panamas verstehen wollen.
⬤ Einige Leser sind der Meinung, dass die Darstellung historischer Figuren als rassistisch zu stark betont wird.
⬤ Einige Kritiker bemängeln die mangelnde Ausgewogenheit des Buches und weisen darauf hin, dass positive Beiträge, wie z. B. die Verbesserung des Gesundheitswesens durch amerikanische Bemühungen, unterrepräsentiert sind.
⬤ Gelegentlich wird Frustration über vermeintliche Voreingenommenheit in der Erzählung geäußert.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
Erased: The Untold Story of the Panama Canal
Die unerzählte Geschichte des Panamakanals - aus der Sicht der Panamaer. Die Detektivin und Wissenschaftlerin Marixa Lasso erzählt, wie die amerikanischen Erbauer des Kanals 40.000 Einwohner vertrieben und ganze Städte auslöschten, unter dem Vorwand, die Moderne in die Tropen zu bringen.
Der Panamakanal stellte eine neue Weichenstellung für die moderne Entwicklung Mittelamerikas dar. Er schuf eine bequeme Verbindung zwischen dem Atlantik und dem Pazifik und beschleunigte die Handels- und Migrationsströme, die bereits die westliche Hemisphäre umgestalteten. Doch der Bau der Wasserstraße war mit erheblichen Kosten für eine Lebensweise verbunden, die die Region seit Jahrhunderten geprägt hatte. In Ausgelöscht erkundet Marixa Lasso die Geschichte der panamaischen Städte und Gemeinden, die einst das Rückgrat der Republik bildeten.
Auf der Grundlage umfangreicher, bisher unerschlossener Archivquellen und persönlicher Erinnerungen beschreibt Lasso die Vertreibung von Bauern, Hausbesitzern und Ladenbesitzern durch den Kanal und berichtet von der Zerstörung einer jahrhundertealten Handelskultur und Umwelt. Nach der Fertigstellung des Kanals schufen die Vereinigten Staaten eine tropische Idylle, um die verlorenen Städte und Dörfer zu ersetzen - einen Raum, der auf wundersame Weise von Armut, Arbeitslosigkeit und Menschen befreit wurde und als bequeme Kulisse für die manikürten Vororte diente, die ausschließlich für Amerikaner gebaut wurden. Indem er die Geräusche, Sehenswürdigkeiten und Geschichten einer Welt wiederherstellt, die vom US-Handel und politischen Ehrgeiz ausgelöscht wurde, wehrt sich Lasso überzeugend gegen eine triumphalistische Darstellung, die den Beitrag Lateinamerikas zu seiner eigenen Geschichte auslöscht.