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Foreign Intervention in Africa After the Cold War: Sovereignty, Responsibility, and the War on Terror
In Foreign Intervention in Africa after the Cold War (Ausländische Interventionen in Afrika nach dem Kalten Krieg) - einem interdisziplinären Ansatz, der sich auch an Nicht-Fachleute richtet - bietet Elizabeth Schmidt einen neuen Rahmen für die Betrachtung ausländischer politischer und militärischer Interventionen in Afrika, ihrer Ziele und ihrer Folgen. Sie konzentriert sich auf das Vierteljahrhundert nach dem Kalten Krieg (1991-2017), als sich Nachbarstaaten und subregionale, regionale und globale Organisationen und Netzwerke mit extrakontinentalen Mächten zusammentaten, um verschiedene Kräfte bei der Kriegsführung und Friedenskonsolidierung zu unterstützen.
In dieser Zeit wurden zwei Gründe zur Rechtfertigung von Interventionen herangezogen: die Reaktion auf Instabilität, verbunden mit der Verantwortung für den Schutz, und der Krieg gegen den Terror. Bei Diskussionen über Armut und Gewalt in Afrika wird oft übersehen, dass viele der Herausforderungen, mit denen der Kontinent heute konfrontiert ist, ihre Wurzeln in kolonialen politischen und wirtschaftlichen Praktiken, in Allianzen des Kalten Krieges und in Versuchen von Außenstehenden haben, während der Entkolonialisierung und nach der Unabhängigkeit Einfluss auf die politischen und wirtschaftlichen Systeme Afrikas zu nehmen.
Obwohl die Konflikte in Afrika aus lokalen Problemen entstanden sind, haben politische und militärische Interventionen von außen ihre Dynamik verändert und sie noch tödlicher gemacht. Ausländische Interventionen in Afrika nach dem Kalten Krieg wirkt Vereinfachungen und Verzerrungen entgegen und bietet eine neue, kontinentweite Perspektive, die durch pointierte Fallstudien beleuchtet wird.