Bewertung:

Das Buch bietet einen wissenschaftlichen Überblick über die ausländischen Interventionen in Afrika seit seiner Unabhängigkeit. Es wird für seine Klarheit und Gründlichkeit gelobt, aber wegen vermeintlicher Voreingenommenheit und irreführender Behauptungen über die Rolle der verschiedenen ausländischen Mächte kritisiert.
Vorteile:Gut geschriebener und wissenschaftlicher Bericht, klare und unvoreingenommene Analysen, ausgezeichnete Fußnoten, Index und Vorschläge für weiterführende Literatur. Das Buch gilt als unverzichtbare Quelle für Wissenschaftler in verwandten Bereichen.
Nachteile:Einige Leser halten das Verständnis des Autors für naiv, insbesondere was die Rolle der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion betrifft. Es wird behauptet, dass der Inhalt irreführend ist und die Komplexität der historischen Themen nicht erkannt wird.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Foreign Intervention in Africa: From the Cold War to the War on Terror
Foreign Intervention in Africa beschreibt die ausländischen politischen und militärischen Interventionen in Afrika in der Zeit der Entkolonialisierung (1956-1975) und des Kalten Krieges (1945-1991) sowie in der Zeit des Staatszerfalls (1991-2001) und des "globalen Kriegs gegen den Terror" (2001-2010). In den ersten beiden Perioden waren die wichtigsten Interventionen außerkontinental.
Die Vereinigten Staaten, die Sowjetunion, China, Kuba und die ehemaligen Kolonialmächte verwickelten sich in unzählige afrikanische Konflikte. In der Zeit des Staatszerfalls waren die folgenreichsten Interventionen innerkontinental. Afrikanische Regierungen unterstützten, manchmal mit Hilfe von Mächten außerhalb des Kontinents, Warlords, Diktatoren und Dissidentenbewegungen in den Nachbarländern und kämpften um die Kontrolle der Ressourcen ihrer Nachbarn.
Der globale Krieg gegen den Terrorismus verstärkte ebenso wie der Kalte Krieg die ausländische Militärpräsenz auf dem afrikanischen Kontinent und führte zu externer Unterstützung für repressive Regierungen. In jedem dieser Fälle veränderten externe Interessen die Dynamik der internen Kämpfe in Afrika und ließen lokale Konflikte zu größeren Konflikten mit verheerenden Auswirkungen auf die afrikanischen Völker eskalieren.