Bewertung:

Der vierte Band von Beethovens übersetzten und kommentierten Konversationsbüchern wird als wichtige Quelle für das Verständnis von Beethovens Leben und Musik während einer bestimmten Periode gepriesen. Er bietet Einblicke in persönliche und musikalische Kontexte, auch wenn die Art der Gespräche etwas begrenzt ist. Die Anmerkungen bieten eine moderne wissenschaftliche Perspektive, die den Wert des Werkes erhöht.
Vorteile:⬤ Sehr empfehlenswert für alle, die sich für Beethovens Leben interessieren
⬤ enthält Anmerkungen, die die neueste Forschung widerspiegeln
⬤ bietet wertvolle Einblicke in Beethovens persönliche und musikalische Zusammenhänge
⬤ gut aufgenommene und interessante Lektüre.
⬤ Die Gespräche sind überwiegend einseitig
⬤ nicht umfassend
⬤ kein Ersatz für vollständige Biographien.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Beethoven's Conversation Books: Volume 4: Nos. 32 to 43 (May 1823 to September 1823)
Eine vollständige Neuausgabe von Beethovens Konversationsbüchern in 12 Bänden, die nun zum ersten Mal vollständig ins Englische übersetzt wurden. Diese lebendigen und fesselnden Gespräche, die einen Zeitraum abdecken, der mit dem revolutionären Stil dessen, was wir den späten Beethoven nennen, verbunden ist, sind nun endlich auf Englisch für den Gelehrten und Beethoven-Liebhaber zugänglich.
Ludwig van Beethoven (1770-1827) ist weltweit als Komponist musikalischer Meisterwerke bekannt, der trotz seiner zunehmenden Taubheit (ab ca. 1798) heroische Stärke bewies. Um 1818 hatte der Wiener Komponist begonnen, Blankohefte mit sich zu führen, in die seine Bekannten ihre Gesprächsnotizen eintrugen, während er laut antwortete. Er selbst benutzte die Hefte im Taschenformat oft, um Einkaufslisten und andere Notizen zu machen, darunter auch gelegentliche frühe Skizzen für seine Kompositionen. Heute sind 139 dieser Hefte erhalten, die die Jahre 1818 bis zum Tod des Komponisten im Jahr 1827 abdecken und Themen wie Musik, Geschichte, Politik, Kunst, Literatur, Theater, Religion und Bildung aus der Sicht des Alltags im postnapoleonischen Europa behandeln. Eine ostdeutsche Ausgabe, die in den 1960er Jahren begonnen und 2001 im Wesentlichen abgeschlossen wurde, stellt eine diplomatische Transkription dieser Dokumente dar. Sie ist ein Meisterwerk der reinen Wissenschaft, aber für jeden, der kein Spezialist ist, schwer zu benutzen. Außerdem hat sich die Beethoven-Forschung seit der weitreichenden Entstehung der deutschen Ausgabe erheblich weiterentwickelt.
Diese wichtigen Broschüren werden hier zum ersten Mal vollständig ins Englische übersetzt. Die Bände dieser Reihe enthalten einen aktualisierten redaktionellen Apparat mit überarbeiteten und erweiterten Anmerkungen und vielen neuen Fußnoten, die es nur in dieser Ausgabe gibt, sowie brandneue Einleitungen, die viele der schnell wechselnden Gesprächsthemen in einen Kontext stellen. Aufgrund der langjährigen Forschungen des Herausgebers in Wien, seiner Vertrautheit mit der Geschichte und Topographie der Stadt sowie seiner Vertrautheit mit obskuren dokumentarischen Quellen stellt diese Ausgabe eine völlig neue Form der Quellenkunde dar, die nicht nur für Musikwissenschaftler, sondern auch für Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen von großem Nutzen ist. Gleichzeitig sind diese oft lebhaften und fesselnden Gespräche nun endlich auch für den englischsprachigen Musikliebhaber oder Geschichtsinteressierten zugänglich, der vielleicht einmal nachlesen möchte, worüber Beethoven und seine Freunde am Nebentisch diskutierten.