Bewertung:

Das Buch „Prey“ von Ayaan Hirsi Ali befasst sich mit den Herausforderungen, denen sich Frauen in Europa aufgrund der zunehmenden Einwanderung aus Ländern mit muslimischer Mehrheit gegenübersehen. Es beleuchtet die Zunahme sexueller Übergriffe und den wahrgenommenen Kulturkonflikt, der die Rechte der Frauen beeinträchtigt. Ali kombiniert persönliche Erfahrungen, statistische Analysen und kulturelle Vergleiche, um für Reformen der Einwanderungs- und Justizsysteme zu plädieren, damit die Rechte der Frauen besser geschützt und die Integration erleichtert werden.
Vorteile:Gut recherchiert mit einer Fülle von statistischen Daten, geschrieben von einem hoch angesehenen Autor mit persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema. Bietet eine augenöffnende Perspektive auf die Überschneidung von Einwanderung, Kultur und Frauenrechten. Fesselt die Leser mit einem unterhaltsamen Ton, der komplexe Themen leichter zugänglich macht. Setzt sich für praktische Lösungen und Reformen ein.
Nachteile:Einige Leser empfanden das Buch als repetitiv, da es sich stark auf Frauenfragen konzentriert und den breiteren Kontext der männlichen Opfer und die Dynamik der Gemeinschaft vernachlässigt. Teile des Buches könnten sich trocken anfühlen oder zu sehr mit Statistiken gefüllt sein, was die emotionale Wirkung der persönlichen Erzählungen beeinträchtigen könnte. Kritiker meinen, das Buch neige zum Alarmismus in Bezug auf die Einwanderung.
(basierend auf 64 Leserbewertungen)
Prey: Immigration, Islam, and the Erosion of Women's Rights
Warum spricht so wenig jemand über den Ausbruch von sexueller Gewalt und Belästigung in den europäischen Städten? Niemand in einer Machtposition will zugeben, dass das Problem mit der Ankunft von mehreren Millionen Migranten - die meisten von ihnen junge Männer - aus Ländern mit muslimischer Mehrheit zusammenhängt.
In Prey präsentiert die Bestsellerautorin von Infidel, Ayaan Hirsi Ali, erschreckende Statistiken, Kriminalfälle und persönliche Zeugnisse. Zu diesen Fakten gehören: Im Jahr 2014 stieg die sexuelle Gewalt in Westeuropa nach einer Phase der Stabilität sprunghaft an. In Deutschland stiegen 2018 die "Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung" im Vergleich zu 2014 um 36 Prozent an; fast zwei Fünftel der Tatverdächtigen waren nicht-deutsch. In Österreich waren 2017 Asylbewerber in 11 Prozent aller gemeldeten Vergewaltigungen und sexuellen Belästigungen Tatverdächtige, obwohl sie weniger als 1 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen.
Diese Gewalt ist kein Hirngespinst der Alt-Right-Propaganda, betont Hirsi Ali, auch wenn die Neonazis es übertreiben. Es ist ein echtes Problem, das Europa - und die Welt - nicht länger ignorieren können. Sie erklärt, warum so viele junge muslimische Männer, die nach Europa kommen, sexuell belästigt und gewalttätig werden, und verfolgt die Wurzeln der sexuellen Gewalt in der muslimischen Welt von der institutionalisierten Polygamie bis zum fehlenden rechtlichen und religiösen Schutz für Frauen.
Hirsi Ali ist selbst ein Flüchtling und nicht gegen Einwanderung. Als Kind in Somalia wurde sie Opfer von Genitalverstümmelung; als junges Mädchen in Saudi-Arabien wurde sie sich ihrer eigenen Verletzlichkeit bewusst. Einwanderung, so argumentiert sie, erfordert Integration und Assimilation. Sie möchte, dass die Europäer ihr kaputtes System reformieren - und dass die Amerikaner aus den europäischen Fehlern lernen. Wenn dies nicht geschieht, werden die Rufe, neue muslimische Migranten aus den westlichen Ländern auszuschließen, nur noch lauter werden.
Tiefgründig recherchiert und mit neuen und oft schockierenden Enthüllungen deckt Prey eine Krise der sexuellen Übergriffe und Belästigungen in Europa auf, die die Uhr bei den Frauenrechten viel weiter zurückdreht, als die #MeToo-Bewegung sie vorantreibt.