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Heretic: Why Islam Needs a Reformation Now
Die brillante, charismatische und umstrittene New York Times- und Globe and Mail-Bestsellerautorin von Ungläubige und Nomaden setzt ihren Weg von einer zutiefst religiösen islamischen Erziehung zu einem Posten in Harvard fort und plädiert eindringlich für eine muslimische Reformation als einzige Möglichkeit, den Schrecken des Terrorismus, der Sektenkriege und der Unterdrückung von Frauen und Minderheiten zu beenden.
Heute, so argumentiert sie, lassen sich die weltweit 1,6 Milliarden Muslime in eine Minderheit von Extremisten, eine Mehrheit von gläubigen, aber friedfertigen Muslimen und einige wenige Dissidenten, die ihr Leben riskieren, indem sie ihre eigene Religion in Frage stellen, unterteilen. Doch es gibt nur einen Islam, und wie Hirsi Ali zeigt, lässt sich nicht leugnen, dass einige seiner wichtigsten Lehren - nicht zuletzt die Pflicht zum heiligen Krieg - mit den Werten einer freien Gesellschaft unvereinbar sind.
Jahrhundertelang schien es, als sei der Islam immun gegen Veränderungen. Doch Hirsi Ali ist zu der Überzeugung gelangt, dass eine muslimische Reformation - eine Überarbeitung der islamischen Lehre, die darauf abzielt, die Religion mit der Moderne zu versöhnen - nun bevorsteht und vielleicht sogar schon begonnen hat. Der Arabische Frühling mag heute wie ein politischer Misserfolg erscheinen. Aber seine Herausforderung der traditionellen Autorität hat eine neue Bereitschaft - nicht zuletzt von muslimischen Frauen - offenbart, frei zu denken und sich zu äußern.
Sie fordert die Dschihadisten mutig heraus und nennt fünf wichtige Änderungen an der islamischen Lehre, die die Muslime vornehmen müssen, um ihre Religion aus dem siebten Jahrhundert in das einundzwanzigste zu bringen. Und sie fordert die westliche Welt auf, ihre Beschwichtigungspolitik gegenüber den Islamisten zu beenden. "Der Islam ist nicht eine Religion des Friedens", schreibt sie. Es sind die muslimischen Reformer, die unsere Unterstützung brauchen, nicht die Gegner der Meinungsfreiheit.
Indem sie ihre eigenen Erfahrungen, historische Analogien und aussagekräftige Beispiele aus zeitgenössischen muslimischen Gesellschaften und Kulturen miteinander verwebt, ist Heretic kein Aufruf zu den Waffen, sondern ein leidenschaftliches Plädoyer für einen friedlichen Wandel und eine neue Ära der globalen Toleranz. Nach den Morden in Charlie Hebdo und den Tausenden von Dschihadisten, die von Nigeria über Syrien bis Pakistan Tausende von Menschen töten, bietet dieses Buch eine Antwort auf das, was schnell zum größten Problem der Welt wird.
-- Boston Globe