
Biblical Masculinities Foregrounded
Biblical Masculinities Foregrounded (Biblische Männlichkeit im Vordergrund) versammelt zehn innovative Studien über verschiedene Formen von Männlichkeit, die in der Hebräischen Bibel, dem Neuen Testament und anderen frühchristlichen Schriften zu finden sind.
Als Fortsetzung des 2010 erschienenen Sammelbandes Men and Masculinity in the Hebrew Bible and Beyond wirft dieser neue Band wichtige Fragen darüber auf, warum die Erforschung biblischer Männlichkeiten wichtig ist, was sie zu unserem Wissen über die Welt der antiken Autoren wie auch unserer heutigen Welt beiträgt und welche Methoden dieser Erforschung angemessen sind. Der Band ist als Ressource für Wissenschaftler beider Testamente gedacht, die aus einer Vielzahl von biblischen Traditionen und ideologischen Perspektiven auf Männlichkeit arbeiten.
Die folgenden Studien werden als Begleiter für das Gespräch angeboten: Jahwes Männlichkeit in den Erscheinungen der Herrlichkeit in Exodus und Hesekiel (Alan Hooker); die (De-)Konstruktion von Männlichkeit in den Sprüchen (Hilary Lipka); Sauls gestörte Männlichkeit in 1-2 Samuel (Marcel Macelaru); weinende Männer in der Tora und der deuteronomistischen Geschichte (Milena Kirova); Athalias männliche Herrschaft (Stuart Macwilliam); Joseph von Nazareth als Alltagsmensch (Justin Glessner); das Dasein als männlicher Jünger in den „Antithesen“ des Matthäus (Hans-Ulrich Weidemann); Eunuchen-Männlichkeit im Matthäusevangelium (Susanna Asikainen); Männlichkeit und Beschneidung im ersten Jahrhundert (Karin Neutel und Matthew Anderson); und Theklas Männlichkeit in der Thekla-Akte (Peter-Ben Smit). Ovidiu Creanga eröffnet den Band mit einer kritischen Einschätzung des aktuellen Stands der Forschung, während Martti Nissinen und Bjorn Krondorfer abschließende kritische Überlegungen anstellen, die die Themen des Buches in die breiteren Debatten über Männlichkeit in der Religionswissenschaft einordnen.