Bewertung:

Das Buch wird als aufschlussreiche und fesselnde Lektüre gelobt, die komplexe theologische Konzepte, insbesondere die Dichotomie von Gottes Souveränität und seiner liebenden Natur, wirksam umschifft. Es bietet sowohl für Laien als auch für Geistliche wertvolle Perspektiven auf die Heilige Schrift und ermutigt zu einem tieferen Verständnis und zu Diskussionen über schwierige biblische Themen.
Vorteile:⬤ Fesselnd und zum Nachdenken anregend, dient als starker Gesprächsanreger.
⬤ Kurz und verständlich (70 Seiten), so dass es auch für Laien und Skeptiker zugänglich ist.
⬤ Bietet Klarheit in komplexen theologischen Fragen, vor allem in Bezug auf das Wesen Gottes.
⬤ Gut geschrieben, mit einem soliden Zugang zur Schrift, der sowohl von Laien als auch von Wissenschaftlern geschätzt wird.
⬤ Wertvoll für Geistliche und Ausbilder, insbesondere für das Verständnis konfessioneller Konflikte und die Seelsorge.
Einige Meinungsverschiedenheiten mit bestimmten theologischen Interpretationen, wie z.B. die Wirksamkeit der Handlungen Christi durch seine Jünger, die vielleicht nicht bei jedem Leser auf Resonanz stoßen.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Biblical Chaos: Holding Opposites Together in Tension
Chaos - nicht gerade etwas, woran man denkt, wenn man an die Bibel denkt. Kallas nimmt den Leser mit auf eine rasante Reise durch die biblische Theologie, die „alles Folgende“ in der Bibelwissenschaft verändern könnte.
Kallas beginnt Biblisches Chaos mit diesem brisanten Absatz: „Das Johannesevangelium kehrt die Theologie des Paulus und die Botschaft des synoptischen Jesus unerbittlich und radikal um. Das Johannesevangelium widersetzt sich kraftvoll und beharrlich der grundlegenden Weltsicht, die den früheren Schriften des Neuen Testaments zugrunde liegt. Das Neue Testament ist in zwei Hälften gespalten.
Die beiden Hälften stehen im Widerspruch zueinander.“ Kallas führt den Leser durch diesen Morast, um überzeugend darzulegen, dass das Neue Testament bipolar ist, wobei die frühesten Bücher (die synoptischen Evangelien und die Schriften des Paulus) eine Weltanschauung, eine Definition der Sünde und ein Verständnis des Werks Jesu aufweisen, die von Johannes und den späteren Schriften des Neuen Testaments rücksichtslos abgelehnt werden. Während diese Behauptung an sich schon verblüffend ist, sind seine Schlussfolgerungen noch verblüffender.
Er behauptet, dass die verschiedenen theologischen Inhalte des Neuen Testaments nur dann richtig verstanden werden können, wenn der Leser die Gegensätze in Spannung hält, die sich widersprechen. Wenn man sich für eine bestimmte Sichtweise entscheidet, die im Widerspruch zu einer anderen bestimmten Sichtweise steht, erhält man keine Wahrheit, während man, wenn man die Gegensätze zusammenhält, eine genaue biblische Wahrheit erhält.