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Education Reform and Social Class in Japan: The emerging incentive divide
Bis Anfang der 1990er Jahre wurde das japanische Bildungswesen allgemein dafür gelobt, dass es im weltweiten Vergleich hervorragende Ergebnisse erzielt. Gleichzeitig wurde es häufig dafür kritisiert, dass es nicht in der Lage sei, "Individualität" und "Kreativität" bei den Schülern zu fördern. In den 1990er Jahren wurden weitreichende Bildungsreformen durchgeführt, um diesen vermeintlichen Mängeln abzuhelfen. Wie in diesem Buch dargelegt wird, führten die Reformen jedoch zu einem anderen Ergebnis als beabsichtigt und trugen stattdessen zu wachsenden Unterschieden in der Lernmotivation und im Bildungsstreben von Schülern aus unterschiedlichen Schichten bei.
Takehiko Kariya zeigt anhand einer empirischen soziologischen Analyse, dass die Bildungsungleichheit in Japan zugenommen hat und dass ein neuer Mechanismus der Bildungsselektion in Gang gekommen ist, den er als "Anreizgefälle" bezeichnet. Die quantitativen und qualitativen Analysen dieses Buches über die "Massenbildungsgesellschaft" im Nachkriegsjapan bieten wichtige Einsichten auch für das Verständnis ähnlicher Probleme, mit denen andere Teile der Welt derzeit konfrontiert sind, und werfen ein Licht auf die jüngsten Veränderungen in der japanischen Gesellschaft, um bildungspolitische Entscheidungen kritisch zu überprüfen.
Die erstmals ins Englische übersetzte japanische Version von Education Reform and Social Class in Japan wurde mit dem ersten Osaragi Jirō-Preis für Kommentare ausgezeichnet, der von der Asahi shinbun gesponsert wird. Dieses Buch ist für Studenten und Wissenschaftler in den Bereichen Asienwissenschaften, Japanologie, Bildung, Soziologie und Sozialpolitik von Interesse.