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Biomedicine in an Unstable Place: Infrastructure and Personhood in a Papua New Guinean Hospital
Biomedizin an einem instabilen Ort ist die Geschichte des Kampfes der Menschen um den Einsatz der Biomedizin in einem öffentlichen Krankenhaus in Papua-Neuguinea. Es ist eine Geschichte, die die Geschichte der Krankenhausinfrastrukturen als Orte kolonialer und postkolonialer Herrschaft, die gleichzeitige Produktion von Papua-Neuguinea als Ort globaler medizinischer Forschung und öffentlicher Gesundheit sowie die Begegnungen der Menschen mit städtischen Institutionen und biomedizinischen Technologien umfasst.
In Papua-Neuguinea hat ein Jahrhundert des Staatsaufbaus die bereits unzureichenden kolonialen Infrastrukturen geschwächt, und die Menschen erleben das Krankenhaus als einen Ort institutioneller, medizinischer und ontologischer Instabilität. In den Kliniken des Krankenhauses bemühen sich die Biomediziner unter schwerem Ressourcenmangel, den kranken Körper für den klinischen Blick sichtbar und erfassbar zu machen.
Dieser Kampf ist verwoben mit den Versuchen von Ärzten, Krankenschwestern und Patienten, sich für andere sichtbar zu machen - für Angehörige, klinische Experten, globale Wissenschaftler, Politiker und internationale Entwicklungshelfer - als sozial anerkannte und wertvolle Personen. Hier erweisen sich Krankenhausinfrastrukturen als relationale Technologien, die zwar grundsätzlich fragil sind, aber auch entscheidende Möglichkeiten bieten, Menschen auf neue, unvorhersehbare und machtvolle Weise sichtbar und erkennbar zu machen.