Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte und aufschlussreiche ethnografische Studie über die koreanisch-amerikanische Gemeinschaft in den frühen 90er Jahren, die sich insbesondere auf den Kontext und die Auswirkungen der Unruhen von 1992 in Los Angeles konzentriert. Es wurde für seine akademische Strenge und seine Fähigkeit gelobt, die Kämpfe der koreanischen Amerikaner in dieser Zeit zu beleuchten.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und vermittelt ein nuanciertes Verständnis der koreanisch-amerikanischen Erfahrungen. Es beleuchtet die übersehenen Perspektiven der Unruhen von 1992 in Los Angeles und wurde als wertvolle Quelle sowohl für wissenschaftliche Studien als auch für die allgemeine Lektüre beschrieben.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine nennenswerten Nachteile genannt, obwohl man annehmen könnte, dass sich der Inhalt in erster Linie für Leser eignet, die eher nach eingehender Recherche als nach gelegentlicher Unterhaltung suchen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Blue Dreams: Korean Americans and the Los Angeles Riots
Niemand wird das Bild der bewaffneten koreanischen Amerikaner vergessen, die während der Unruhen in Los Angeles auf die Dächer kletterten und ihre Geschäfte in Flammen aufgehen ließen. Warum koreanische Amerikaner? Was schürte den Zorn, den die Unruhen gegen sie auslösten? Blue Dreams ist das erste Buch, das diesen Fragen nachgeht und zeigt, wie koreanische Amerikaner, die als Einwanderer auf der Suche nach dem amerikanischen Traum oder als rassistische Händler, die Afroamerikaner ausbeuten, dargestellt werden, nach den Unruhen von 1992 in den Brennpunkt widersprüchlicher sozialer Überlegungen gerieten.
Die Situation der koreanischen Amerikaner in Los Angeles berührt einige der drängendsten Fragen, mit denen die amerikanische Gesellschaft heute konfrontiert ist: ethnische Konflikte, städtische Armut, Einwanderung, Multikulturalismus und ideologische Polarisierung. Durch die Kombination von Interviews und geschickter sozio-historischer Analyse gibt Blue Dreams diesen Problemen ein menschliches Gesicht und verdeutlicht gleichzeitig die historischen, politischen und wirtschaftlichen Faktoren, die sie so komplex machen. Im Leben und in den Stimmen der koreanischen Amerikaner sehen die Autoren eine tiefgreifende Herausforderung für liebgewonnene Annahmen über die Vereinigten Staaten und ihre Minderheiten.
Warum kamen die Koreaner in die Vereinigten Staaten? Warum haben sie sich in den armen Stadtvierteln niedergelassen? Stehen sie in Konflikt mit Afroamerikanern? Dies sind nur einige der vielen schwierigen Fragen, die die Autoren beantworten, während sie die transnationalen Wurzeln und die Vielfalt der koreanischen Amerikaner in Los Angeles untersuchen. Ihre Arbeit zeigt uns schließlich in scharfem Relief und bewegenden Details eine Gemeinschaft, die trotz des blendenden Medienfokus, der während der Unruhen zum Tragen kam, dennoch weitgehend stumm und effektiv unsichtbar geblieben ist. Blue Dreams ist ein wichtiges Korrektiv zu den formelhaften Darstellungen, in denen koreanische Amerikaner gegen Afroamerikaner ausgespielt werden, und stellt die Geschichte der koreanischen Amerikaner in den Mittelpunkt der nationalen Debatten über Rasse, Klasse, Kultur und Gemeinschaft.