Blindes Sehen: Die Neurowissenschaft der Sehbehinderung

Bewertung:   (4,8 von 5)

Blindes Sehen: Die Neurowissenschaft der Sehbehinderung (Zaira Cattaneo)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Insgesamt wird das Buch als hervorragende Quelle mit faszinierenden Einblicken, insbesondere in die Neuroplastizität, gewürdigt, auch wenn es einige Einschränkungen in Bezug auf die Terminologie und die Ausführlichkeit der Fallstudien aufweist.

Vorteile:

Das Buch wird als hervorragendes Hilfsmittel beschrieben, das faszinierende Inhalte und zahlreiche Fallbeispiele bietet. Es wird für seine Einblicke in die Neuroplastizität geschätzt und ist für Fachleute, die mit sehbehinderten Menschen arbeiten, empfehlenswert, insbesondere mit einem aufschlussreichen Kapitel

Nachteile:

Einige Leser merkten an, dass es den Fallstudien an spezifischen Details mangelt, wenn sie zitiert werden, und dass es eine erhebliche Inkonsistenz bei den Definitionen und der Terminologie in Bezug auf den Sehverlust gibt, was es schwierig macht, wissenschaftliche Studien zu vergleichen.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Blind Vision: The Neuroscience of Visual Impairment

Inhalt des Buches:

Eine Untersuchung der Auswirkungen von Blindheit und anderen Arten von Sehbehinderungen auf die kognitiven Fähigkeiten.

Kann eine blinde Person sehen? Allein die Vorstellung scheint paradox. Und doch, wenn wir "Sehen" als die Fähigkeit begreifen, interne mentale Repräsentationen zu erzeugen, die visuelle Details enthalten können, wird die Idee des blinden Sehens zu einem Konzept, das untersucht werden kann. In diesem Buch untersuchen Zaira Cattaneo und Tomaso Vecchi die Auswirkungen von Blindheit und anderen Arten von Sehbehinderungen auf die Entwicklung und Funktion des menschlichen kognitiven Systems. Sie stützen sich dabei auf verhaltensbiologische und neurophysiologische Daten.

Cattaneo und Vecchi analysieren Forschungsergebnisse zu mentalen Bildern, räumlicher Kognition und Kompensationsmechanismen auf sensorischer, kognitiver und kortikaler Ebene bei Personen mit vollständiger oder hochgradiger Sehbehinderung. Sie stellen fest, dass unser Gehirn unsere Augen nicht braucht, um zu "sehen".

Cattaneo und Vecchi befassen sich mit kritischen Fragen von weitreichender Bedeutung: der Beziehung zwischen visueller Wahrnehmung und Bildvorstellungen und dem Arbeitsgedächtnis sowie dem Ausmaß, in dem mentale Bildvorstellungen vom normalen Sehen abhängen.

Die funktionalen und neuronalen Beziehungen zwischen dem Sehen und den anderen Sinnen.

Die spezifischen Aspekte der visuellen Erfahrung, die für die kognitive Entwicklung oder bestimmte kognitive Mechanismen entscheidend sind.

Und die außergewöhnliche Plastizität des Gehirns - wie die Art und Weise, wie bei Blinden der visuelle Kortex reorganisiert werden kann, um andere Wahrnehmungs- oder kognitive Funktionen zu unterstützen. Bei fehlendem Sehvermögen fungieren die anderen Sinne als funktioneller Ersatz und werden oft verbessert. Mit Blind Vision wenden sich Cattaneo und Vecchi gegen die "Tyrannei des Visuellen" und weisen auf die Bedeutung der anderen Sinne für die Kognition hin.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780262549882
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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