Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung von Bloody Bill Anderson und dem Guerillakrieg in Missouri während des Bürgerkriegs und zeigt die Grausamkeit und das Chaos der damaligen Zeit auf. Das Buch ist gut recherchiert und bietet Einblicke in die Beweggründe und Handlungen von Anderson und seinen Plünderern, geht aber auch auf den breiteren Kontext der Gewalt in der Region ein.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und gut recherchiert
⬤ bietet wertvolle Einblicke in einen weniger bekannten Aspekt des Bürgerkriegs
⬤ fesselt die Leser mit anschaulichen Beschreibungen und historischem Kontext
⬤ bietet einen faszinierenden Bericht über den Guerillakrieg und seine brutale Realität
⬤ empfohlen für Historiker und alle, die sich für den Bürgerkrieg interessieren
⬤ fesselnder Schreibstil, der das Interesse der Leser wach hält.
⬤ Einige Kritiken erwähnen einen schwerfälligen Schreibstil und einen Mangel an ausführlichen Details zu bestimmten Ereignissen
⬤ die kleine Druckgröße macht es für einige schwierig zu lesen
⬤ wenige Erwähnungen von verwandten Figuren wie Frank und Jesse James
⬤ einige Leser fanden den Erzählstil übertrieben oder mit unnötigen Ausschmückungen gefüllt.
(basierend auf 71 Leserbewertungen)
Bloody Bill Anderson: The Short, Savage Life of a Civil War Guerrilla
Nirgendwo war der Bürgerkrieg so brutal wie in Missouri - und nirgendwo brachte er einen brutaleren Killer hervor als William Anderson. Für eine kurze, aber dramatische Zeit spielte "Bloody Bill" die Hauptrolle in der gewalttätigsten Arena des gesamten Krieges - und das mit einer bösartigen Hingabe, die im ganzen Land Angst verbreitete.
Bloody Bill Anderson, ein Name, der mit William Quantrill und Jesse James in Verbindung gebracht wird, war dafür bekannt, dass er niemals Gefangene machte. Der ehemalige Pferdedieb, der sich in einen Straßenräuber verwandelt hatte, wurde zur Geißel von Kansas und Missouri und war für seine unsäglichen Gräueltaten bekannt. Manchmal ließ er die Leichen von toten Bundessoldaten skalpiert, gehäutet und kastriert zurück. Manchmal enthauptete er sie und ordnete ihre Köpfe neu an. Wo immer Bloody Bill ritt, ritt der Sensenmann mit.
In ihrer Geschichte des bitteren Blutvergießens zeichnen die Historiker Castel und Goodrich Bloody Bills Schreckensherrschaft über immer brutalere Überfälle nach. Er ritt mit Quantrill bei der berüchtigten Plünderung von Lawrence mit und tötete mehr Opfer als jeder andere Räuber. Dann führte er das brutale Massaker von Centralia an, einen blutigen Alptraum, der hier Stunde für Stunde anhand von Berichten aus erster Hand nacherzählt wird.
Castel und Goodrich haben nicht nur eine Chronik des Schreckens zusammengestellt, sondern auch die erste umfassende Darstellung von Andersons Werdegang vorgelegt. Sie untersuchen sein Leben vor dem Krieg, erklären, wie er zum Guerillero wurde, und beschreiben dann den Krieg, den er und seine Männer gegen Unionssoldaten und wehrlose Zivilisten gleichermaßen führten. Die Meinungsverschiedenheiten der Autoren über viele Aspekte von Andersons grausamer Karriere verleihen dem Buch eine faszinierende Dimension.
Bloody Bill Anderson war erst 26 Jahre alt, als er bei einem Hinterhalt getötet wurde, und war bereits eine Legende. Dieses Buch führt die Leser hinter die Legende und bietet einen näheren Blick auf den Mann - und auf das Gesicht des Terrors.