Bewertung:

Das Buch von Alex Renton ist eine persönliche Erkundung der Geschichte seiner Familie im Zusammenhang mit der Sklaverei in der Karibik, wobei der Schwerpunkt auf dem Plantagenbesitz in Tobago liegt. Es enthüllt unbequeme Wahrheiten über die Rolle Großbritanniens im Sklavenhandel und die Entschädigungen, die an die Sklavenhalter und nicht an die Opfer gezahlt wurden. Renton versucht, die Vergangenheit seiner Familie zu sühnen, und wirft dabei wichtige Fragen zur historischen Verantwortung und zum gesellschaftlichen Fortschritt auf.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, informativ und regt zum Nachdenken an, da es eine Mischung aus Biografie, Sozialgeschichte und Reisebericht darstellt. Die Leser lobten die gründliche Recherche, den persönlichen Ansatz und den Mut der Autorin, sich schwierigen Wahrheiten über die Vergangenheit zu stellen. Viele fanden es eine fesselnde Lektüre, die die traditionellen Erzählungen über die britische Geschichte und die Sklaverei in Frage stellt.
Nachteile:Einige Leser waren der Meinung, dass die Autorin eine zeitgenössische „woke“ Agenda einfügte, die von der historischen Erzählung ablenkte. Andere fanden das Buch unangenehm und düster, was es zu einer anspruchsvollen Lektüre machte. Kritiker bemängelten auch den Ansatz, die heutigen Generationen für historische Ungerechtigkeiten verantwortlich zu machen, da dies den gesellschaftlichen Fortschritt behindern könnte.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Blood Legacy: Reckoning with a Family's Story of Slavery
(AUF DER LONGLIST FÜR DEN BAILLIE-GIFFORD-PREIS)
Ein unglaubliches Werk der Wissenschaft“ Sathnam Sanghera
Anhand der Geschichte seiner eigenen Familie, die als Sklaven- und Plantagenbesitzer tätig war, zeigt Alex Renton auf, dass wir es der Gegenwart schuldig sind, das Erbe der Vergangenheit zu verstehen. Als die Sklaverei in der britischen Karibik 1833 im größten Teil des britischen Empires abgeschafft wurde, erhielten nicht die neu befreiten Sklaven eine Entschädigung, sondern die Zehntausende von Sklavenhaltern, die mit Millionen von Pfund an die Regierung bezahlt wurden. Die Nachkommen einiger dieser Sklavenhalter gehören heute zu den reichsten und mächtigsten Menschen in Großbritannien.
Blood Legacy untersucht, welches - politische, wirtschaftliche, moralische und geistige - Erbe an die Nachkommen der Sklavenhalter und die Nachkommen der Versklavten weitergegeben wurde. Er stellt auch die entscheidende Frage, wie die Ersteren - zu denen er selbst gehört - damit beginnen können, Wiedergutmachung für die Vergangenheit zu leisten.