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Bob Dylan and Leonard Cohen: Deaths and Entrances
Sowohl Dylan als auch Cohen sind seit sechs Jahrzehnten in der Musik- und Dichtungslandschaft präsent. Dieses Buch beginnt mit einer Diskussion über ihre zeitgenössische Bedeutung und darüber, wie sie ihre anhaltende Anziehungskraft als Interpreten und Plattenkünstler aufrechterhalten haben.
Die Autoren argumentieren, dass sowohl Dylan als auch Cohen frühe Bestrebungen teilten, die die Beat Generation widerspiegeln. Sie wollten den Ruhm von Dylan Thomas erlangen, der bewies, dass ein Bohemien-Dichter auch außerhalb der Akademie erfolgreich sein kann, und sein Leben in bedingungsloser sozialer Verantwortungslosigkeit leben. Der Ruhm von Dylan und Cohen schwankte zwar im Laufe der Jahrzehnte, wurde aber durch selbstbewusst angenommene Persönlichkeiten aufrechterhalten, mit denen sie sich von ihrem öffentlichen Selbst distanzierten.
Diese Abgrenzung von sich selbst erfordert eine Untersuchung des Verhältnisses der Künstler zur Religion als Mittel zur Suche und Bewahrung der inneren Identität. Die Beziehung zwischen ihren Texten und ihrer Poesie wird im Kontext von Federico Garc a Lorcas Konzept der Poesie der Inspiration und der emotionalen Tiefe des "duende" untersucht.
Diese Ideen stützen sich auf die Entrückung des Geistes und die Befreiung der Sinne, die Dylan und Cohen so beeindruckten, als sie zum ersten Mal die Gedichte und Briefe von Arthur Rimbaud und Lorca lasen. Die Autoren zeigen, dass die Aufführung und die Poesie untrennbar miteinander verbunden sind, und dass das "duende" oder die Leidenschaft des Vortrags untrennbar mit der Lyrik oder Poesie verbunden ist und Dylan, Cohen und der Beat-Generation gemeinsam ist.