Bewertung:

Das Buch „Bodymakers“ von Leslie Heywood bietet eine tiefgreifende Analyse des muskulösen weiblichen Körpers und seiner kulturellen Implikationen, wobei sie die Stärkung von Frauen durch Krafttraining betont und gleichzeitig die Sexualisierung von Sportlerinnen kritisiert. Die Autorin verbindet persönliche Erfahrungen mit feministischer Theorie und liefert so wertvolle Einsichten für Sportlerinnen und alle, die sich für die Frauenforschung interessieren.
Vorteile:Eingehende Analyse des kulturellen Einflusses des weiblichen Bodybuildings, persönliche Einblicke aus den Erfahrungen der Autorin, kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Geschlechternormen, besonders nützlich für Sportlerinnen und diejenigen, die sich mit Frauenthemen beschäftigen. Das Kapitel über Rockmusik-Texte wird besonders für seinen nachvollziehbaren Inhalt gelobt.
Nachteile:Während in den Rezensionen keine spezifischen Kritikpunkte hervorgehoben wurden, könnten einige Leserinnen und Leser feststellen, dass der Schwerpunkt auf feministischer Theorie und persönlichen Anekdoten nicht ihren Erwartungen entspricht, wenn sie eine allgemeinere Erforschung des Bodybuilding suchen.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Bodymakers: A Cultural Anatomy of Women's Body Building
"Ein höchst einzigartiger und erfrischender Beitrag. Heywood theoretisiert nicht nur die Beziehungen zwischen Feminismus, Aktivismus und Bodybuilding, sondern liefert auch das, was so vielen Werken über gebaute weibliche Körper fehlt - einen weiblichen historischen Kontext.... Heywood schließt mit einem Aufruf an Frauen, "unsere Muskeln zu spüren, unsere Macht, unsere schrecklichen, wunderbaren, monströsen Stärken", indem wir Aerobic hinter uns lassen, leichte Gewichte durch schwere ersetzen und unser Recht einfordern, Raum einzunehmen.... Wie alle einflussreichen und bahnbrechenden Werke wirft auch dieses Buch neue und wichtige Fragen auf, die in den kommenden Jahren viel Stoff für feministische Debatten und Forschungen liefern dürften."-Zeichen "Bodymakers ist am ehrgeizigsten, was seine Auseinandersetzung mit feministischer Kulturkritik und seinen unkonventionellen Umfang angeht. Heywood kommentiert Filme, Romane, Zeitschriftenbilder, populäre Kritiken am Feminismus, den J. Crew-Katalog und das Konzept des Powerfeminismus."-Gender and Society "In diesem brillant aufschlussreichen und ungemein lesenswerten Buch bringt Leslie Heywood uns dazu, über das Bodybuilding von Frauen auf eine völlig neue Weise nachzudenken.
Sie argumentiert überzeugend, dass es sich dabei keineswegs um einen individualistischen, unpolitischen Akt handelt, sondern um eine kraftvolle Form des Widerstands, die Frauen dazu befähigt, ihren Opferstatus zu überwinden und vergangenen Missbrauch zu heilen." -Myra Dinnerstein, University of Arizona "Bodymakers hat eine Kraft und eine Ehrlichkeit, die für ein Buch mit seiner theoretischen Raffinesse ungewöhnlich ist." -Susan Bordo, Autorin von Unbearable Weight und Twilight Zones: The Hidden Life of Cultural Images from Plato to O. J. "Mit Klarheit, Kraft und leidenschaftlichem Engagement, das sowohl in der Theorie als auch in ihrer eigenen Erfahrung begründet ist, zeigt Heywood, dass Frauen durch die tägliche Praxis Körper, Geist und Seele stärken können. Ihr Argument, dass Bodybuilding diese Art von aktivistischer Praxis ist, ist ebenso inspirierend wie ergreifend." -Joanna Frueh, Autorin von Erotic Faculties "Indem sie ihre Muskeln durch autobiografische, theoretische und spektakuläre Handlungen anspannt, besteht Heywood darauf, dass wir den muskulösen weiblichen Körper nicht als eine 'extreme Kuriosität', sondern als eine 'Form des Aktivismus' lesen, durch die wir größere kulturelle Themen und Trends neu verstehen können, einschließlich der amerikanischen Romantik mit dem Individualismus und der Beziehung zwischen dem Feminismus der zweiten und dritten Welle. Muskulöse Frauenkörper werden nie wieder auf dieselbe Weise gelesen werden." -Sidonie Smith, University of Michigan Frauen mit Muskeln sind ein junges Phänomen, so jung, dass ihre Bedeutung für die kulturelle Landschaft erst noch anerkannt werden muss, auch wenn sie viel Interesse hervorrufen.
Leslie Heywood betrachtet den Sport und das Image des weiblichen Bodybuildings als Metapher dafür, wie es Frauen in unserem aktuellen politischen und kulturellen Klima ergeht. Sie argumentiert, dass die Bewegung im Bodybuilding der Frauen von kleinen, zarten Körpern zu großen, starken Körpern und wieder zurück direkt mit den Fortschritten und Rückschlägen in der Abtreibungsdebatte, dem anhaltenden Kampf um Ethnie und Geschlechtergleichheit und dem Kampf um die Definition von "Feminismus" im Kontext der neunziger Jahre verbunden ist. Sie erörtert weibliches Bodybuilding als Aktivismus, als oft wirksame Reaktion auf Missbrauch, Ethnie und Männlichkeit im Bodybuilding und die widersprüchliche Art und Weise, wie Fotografen weibliche Bodybuilder behandeln. Bodymakers ist ein fesselndes und zugängliches Buch, das aufzeigt, wie Bodybuilderinnen sich durch ihren Sport sowohl gefangen als auch gestärkt fühlen.