
Dedication to Hunger: The Anorexic Aesthetic in Modern Culture
Leslie Heywood, die als Leistungssportlerin, Akademikerin und Frau schreibt, verschmilzt persönliche Geschichte und Wissenschaft, um die "magersüchtige Logik" aufzudecken, die der westlichen Hochkultur zugrunde liegt. Sie bewegt sich geschickt auf dem Terrain der modernen Literatur und zeigt, wie diese Logik - die Privilegierung des Geistes gegenüber dem Körper, des Harten gegenüber dem Weichen, des Männlichen gegenüber dem Weiblichen - das Herzstück des modernistischen Stils ist.
Ihre Argumentation reicht von Platon bis zum Bodybuilding von Frauen, von Franz Kafka bis zur Nike-Werbung. In eindringlichen Untersuchungen von Kafka, Pound, Eliot, William Carlos Williams und Conrad zeigt Heywood, wie die magersüchtige Ästhetik in der Hochmoderne verkörpert wird. In einem fesselnden Kapitel über Jean Rhys porträtiert Heywood einen Autor, der inmitten eines erschütternd chaotischen Gefühlslebens um einen sauberen, sparsamen, "magersüchtigen" Stil ringt.
Wie Heywood hervorhebt, werden Studenten in der Ästhetik der Hochmoderne geschult, und Akademiker werden in deren Zwangsjacke gezwängt. Die sich daraus ergebenden Komplikationen spiegeln sich in so unterschiedlichen Strukturen wie Geschlechtsidentitätsbildung, sexuelle Belästigung und Essstörungen wider.
Direkt, fesselnd und intensiv von der persönlichen Auseinandersetzung der Autorin mit ihrem Thema geprägt, stellt "Dedication to Hunger" die kulturellen Annahmen über Sprache, Geschlecht, Subjektivität und Identität in Frage. Dieser Titel ist Teil des UC Press-Programms Voices Revived, das an die Mission der University of California Press erinnert, die klügsten Köpfe ausfindig zu machen und zu fördern und ihnen Stimme, Reichweite und Einfluss zu verleihen.
Voices Revived stützt sich auf eine Backlist, die bis ins Jahr 1893 zurückreicht, und macht hochwertige, von Fachleuten geprüfte wissenschaftliche Arbeiten mithilfe der Print-on-Demand-Technologie wieder zugänglich. Dieser Titel wurde ursprünglich im Jahr 1996 veröffentlicht.