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Bad Girls of the Arab World
Das grenzüberschreitende Verhalten und die Perspektiven von Frauen stellen die gesellschaftlichen Normen in der arabischen Welt in Frage und sorgen für Unruhe und öffentliche Debatten. Gleichzeitig finden sich jedoch auch andere arabische Frauen unfreiwillig als "böse" abgestempelt, wenn Autoritätspersonen versuchen, die Aufmerksamkeit von schwerwiegenden sozialen Missständen wie Patriarchat und wirtschaftlicher Ausbeutung abzulenken, oder wenn sie als Reaktion auf die Unsicherheit und den Wandel in der Gesellschaft neue Einschränkungen für das Verhalten von Frauen einführen.
Bad Girls of the Arab World zeigt auf, wie absichtliche und unabsichtliche Übertretungen die sozialen und kulturellen Konstrukte, die angemessenes und unangemessenes Verhalten definieren, sowie die soziale und politische Kontrolle von Geschlechter-, Rassen- und Klassenunterschieden deutlich machen. Die hier versammelten Arbeiten befassen sich mit den Erfahrungen von Frauen aus verschiedenen Altersgruppen, Schichten und mit unterschiedlichem Bildungshintergrund, die in der arabischen Welt und darüber hinaus leben. Sie umfassen kurze Beiträge, in denen die Frauen selbst über ihre Erfahrungen mit Grenzüberschreitungen reflektieren, wissenschaftliche Artikel über Performance, Repräsentation, Aktivismus, Geschichte und soziale Bedingungen, eine künstlerische Intervention sowie Nachworte der gefeierten Schriftstellerinnen Laila al-Atrash und Miral al-Tahawy.
Das Buch zeigt, dass die Überschreitung der Grenzen durch Frauen sowohl ein Mittel als auch ein Symptom des Wandels ist, ein Ort des Widerstands und der Unterdrückung zugleich. Bad Girls of the Arab World zeigt, wie transnationale Kräfte wie Mediendiskurse, Mobilität und Eingrenzung, Globalisierung und Neoliberalismus sowie das Erbe des Kolonialismus die Schlechtigkeit von Frauen prägen, und bietet ein reichhaltiges Porträt der vielfältigen Erfahrungen von Frauen an den Grenzen des Anstands im 21.