Bewertung:

Das Buch „Fires in the Dark“ von Louise Doughty erzählt eine fesselnde und herzzerreißende Geschichte über die Erfahrungen der Roma während des Holocausts, in deren Mittelpunkt ein kleiner Junge namens Yenko und die Kämpfe seiner Familie stehen. Während die Erzählung für ihre lebendige Darstellung der Roma-Kultur und der Brutalität, mit der sie konfrontiert waren, gelobt wurde, waren einige Leser der Meinung, dass die Geschichte in der zweiten Hälfte nachlässt und sie mit dem Ende nicht zufrieden waren.
Vorteile:⬤ Wunderschön geschrieben mit lebendigen Beschreibungen, die die Charaktere und die Roma-Kultur zum Leben erwecken.
⬤ Lehrreich und beleuchtet die oft vergessene Geschichte der Roma während des Holocausts.
⬤ Fesselnde und emotionale Erzählung, die den Leser durchgehend fesselt.
⬤ Bietet eine andere Perspektive auf den Zweiten Weltkrieg und ist damit eine einzigartige Ergänzung zur Holocaust-Literatur.
⬤ Gut recherchiert und bietet Einblicke in die Lebensweise der Roma.
⬤ Einige Leser fanden, dass die Geschichte in der zweiten Hälfte nachließ.
⬤ Einige waren mit dem Ende unzufrieden, weil sie es für unplausibel oder unzureichend hielten.
⬤ Die grafischen Beschreibungen von Konzentrationslagern und Brutalität könnten für einige Leser zu intensiv sein.
(basierend auf 43 Leserbewertungen)
Fires in the Dark
Fires In the Dark enthüllt die höchst geheimnisvolle und missverstandene Welt der Kupferschmiedezigeuner.
Im Jahr 1927, als in Mitteleuropa noch Wohlstand herrscht, wird Jenko als Sohn zweier Kupferschmiedezigeuner geboren. Seine Eltern, Josef und Anna, sind Nomaden, die ihren Sohn in der relativen Ruhe der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre aufziehen. Doch schon bald drohen gefährliche Zeiten die Familie zu verunsichern, denn ihre Herkunft macht sie zur Zielscheibe für ethnische Säuberungen. Als Deutschland in die Tschechoslowakei einmarschiert und sich die Konflikte des Zweiten Weltkriegs anbahnen, werden Yenko und seine Eltern zu Flüchtlingen, die sich auf eine Reise begeben, die nur große Ungewissheit verspricht und das Überleben in weite Ferne rücken lässt. Auf ihrer Flucht liegt die Last einer alten Tradition ganz auf Yenkos Schultern.
Indem sie die Verzweiflung und das Durchhaltevermögen einer Familie während einer außergewöhnlichen Zeit in der Geschichte festhält, erweist Louise Doughty einer insularen und wenig bekannten Kultur eine eindrucksvolle Hommage.