Bewertung:

Das Buch „Brooklyn“ von Thomas Campanella ist weithin bekannt für seine gründliche und gut recherchierte Geschichte des Stadtteils, in der die Wirtschaft, die ethnische Zugehörigkeit, die Politik und die Architektur über einen Zeitraum von 400 Jahren untersucht werden. Während viele Rezensenten die Tiefe und den Erzählstil schätzen, äußern einige ihre Enttäuschung darüber, dass der Schwerpunkt des Buches auf vergangenen Ereignissen liegt, ohne neuere Entwicklungen angemessen zu berücksichtigen, was zu einem Gefühl der Unvollständigkeit führt.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und umfassend
⬤ aufschlussreiche Beobachtungen zur Geschichte Brooklyns
⬤ fesselnder Erzählstil
⬤ weckt Nostalgie
⬤ großartig für diejenigen, die sich für Stadtgeschichte interessieren.
⬤ Komplexer Schreibstil kann herausfordernd sein
⬤ einige Abschnitte fühlen sich dicht und übermäßig detailliert an
⬤ endet abrupt in den 1960er Jahren
⬤ mangelnde Berichterstattung über das moderne Brooklyn
⬤ der wahrgenommene Fokus auf Bauprojekte schränkt eine breitere kulturelle Diskussion ein.
(basierend auf 24 Leserbewertungen)
Brooklyn: The Once and Future City
Eine noch nie dagewesene Geschichte Brooklyns, erzählt durch seine Orte, Gebäude und die Menschen, die sie geschaffen haben, vom frühen siebzehnten Jahrhundert bis heute.
Brooklyn, Amerikas sagenumwobener städtischer Außenseiter, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer international anerkannten Marke entwickelt - gefeiert und verachtet als eines der angesagtesten Ziele der Welt. In Brooklyn: The Once and Future City spürt Thomas J. Campanella lange verschollene Fäden der städtischen Vergangenheit auf und erzählt die reiche Geschichte des Aufstiegs, des Niedergangs und der Neuerfindung einer der am stärksten wiederauflebenden Städte der Welt.
Der in Brooklyn geborene Campanella erzählt von der Entstehung vertrauter und längst vergessener Orte, die sowohl gebaut als auch nie verwirklicht wurden, und erweckt die Menschen zum Leben, deren Träume, Visionen, Machenschaften und Pläne die Stadt geprägt haben, die wir heute kennen. Er führt uns durch die Geschichte Brooklyns als Heimat der Leni Lenape und seine Umwandlung durch holländische Kolonisten in eine dichte Sklavenhalterregion. Wir erfahren von der englischen Einwanderin Deborah Moody, deren Stadt Gravesend die erste von einer Frau gegründete Stadt in Amerika war. Wir sehen, wie der umherziehende Yale-Abbrecher Frederick Law Olmsted den Prospect Park als Anker für ein Freiraumsystem nutzte, das bis nach Manhattan reichen sollte. Und wir werden Zeuge, wie sich Brooklyn zu einem Spielplatz mit Rennbahnen und Vergnügungsparks entwickelt, die in der ganzen Welt bekannt sind.
Campanella beschreibt auch die übergroßen Misserfolge Brooklyns, von Samuel Fiedes Versuch, das höchste Gebäude der Welt zu errichten, über den langen Kampf, die Jamaica Bay zum größten Tiefseehafen der Welt zu machen, bis hin zu den unter keinem guten Stern stehenden Stadterneuerungs-, Sozialwohnungs- und Autobahnprojekten, die den Bezirk in der Nachkriegszeit erschütterten. Campanella zeigt auf, wie dieses gelobte Land der Einwanderer Millionen von Menschen anzog, seinen eigenen sozialen Ängsten zum Opfer fiel und sich dennoch als widerstandsfähig genug erwies, um als multikulturelles Kraftzentrum und globales Symbol für urbane Vitalität neu zu erwachen.
-- "Kirkus Reviews".