Bewertung:

Das Buch erforscht einen weniger bekannten Aspekt des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, wobei der Schwerpunkt auf der amerikanischen Staatsbürgerschaft und ihrem historischen Kontext liegt. Es ist gut recherchiert und bietet faszinierende Einblicke in die Geschichte der Marine, auch wenn einige Leser fanden, dass es sich in spekulatives Terrain wagte.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert, informativ, faszinierend, bietet eine einzigartige Perspektive auf die amerikanische Staatsbürgerschaft und die Marinegeschichte im Zusammenhang mit dem Revolutionskrieg. Sehr empfehlenswert für alle, die sich für die Anfänge der US-Marine und den Krieg von 181
⬤ interessieren.
Einige Leser waren der Meinung, dass der Autor zu viele Spekulationen über hypothetische Szenarien anstellte, und es wurde angemerkt, dass das Buch eher eine Lektion in Staatsbürgerkunde als eine reine Marinegeschichte sei.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Citizen Sailors: Becoming American in the Age of Revolution
In den Jahrzehnten nach der formellen Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten im Jahr 1776 kämpften die Amerikaner um die Anerkennung ihrer neuen Republik und ihrer Rechte als Bürger. Niemand musste härter kämpfen als die Seeleute der Nation, deren Arbeit sie weit weg von zu Hause und tief in die atlantische Welt führte. Citizen Sailors erzählt, wie ihre Bemühungen, inmitten von Krieg und Revolution auf See Amerikaner zu werden, das erste nationale, rassenübergreifende Modell der Staatsbürgerschaft der Vereinigten Staaten schufen.
Nathan Perl-Rosenthal lässt uns eintauchen in das Streben der Seeleute nach einer sicheren Passage durch die Welt des Ozeans während des turbulenten Zeitalters der Revolution. Herausgefordert von britischen Pressegängern und französischen Freibeuter, die sie als Briten betrachteten und ihre Ansprüche auf die Staatsbürgerschaft ablehnten, forderten amerikanische Seeleute, dass die US-Regierung etwas zu ihrem Schutz unternimmt. Als Reaktion darauf schuf die Regierung ein System nationaler Ausweisdokumente für Seeleute und stellte diese an Zehntausende von Seeleuten aller Ethnien aus - fast ein Jahrhundert, bevor solche Ausweise allgemein verwendet wurden.
Die Staatsbürgerschaft für amerikanische Seeleute war ihrer Zeit erstaunlich weit voraus: Sie war der weitreichendste Versuch der Bundesregierung, die Grenzen der nationalen Zugehörigkeit bis zur Zeit des Bürgerkriegs zu definieren, und auch die ausdrücklichste Anerkennung der gleichberechtigten Zugehörigkeit schwarzer Amerikaner durch die Regierung. Mit diesem bemerkenswerten System gelang es, die Seeleute zu schützen, doch nach 1815 fiel es dem zunehmenden Rassismus und Nativismus zum Opfer. Erst im zwanzigsten Jahrhundert sollten sich die Vereinigten Staaten wieder einer solch inklusiven Vision der amerikanischen Nation verschreiben.