Bewertung:

In den Rezensionen zu Riggsbys Buch wird die Tiefe der Analyse von Caesars Schriften und Motivationen hervorgehoben, die Einblicke in den politischen und kulturellen Kontext seiner Zeit bietet. Während es für seine Gründlichkeit und seinen innovativen Ansatz gelobt wird, wird angemerkt, dass es für Neueinsteiger in Caesars Werke möglicherweise nicht geeignet ist und eher eine Nische darstellen könnte.
Vorteile:⬤ Eingehende Untersuchung von Caesars Motiven und Schriften.
⬤ Starke vergleichende Analyse mit anderen antiken Texten.
⬤ Innovative Perspektiven auf Caesars Einfluss auf die Beziehung zwischen Feldherren und Soldaten.
⬤ Hervorragende Ressource für AP-Lehrpläne und Bildungseinrichtungen.
⬤ Ermutigt zu kritischem Denken über Kontext und Propaganda.
⬤ Nicht geeignet für Anfänger, die mit Caesars Werken nicht vertraut sind.
⬤ Manche mögen das Nischenthema weniger ansprechend finden.
⬤ Die detaillierte Analyse kann für manche Leser überwältigend sein.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Caesar in Gaul and Rome: War in Words
(Gewinner des AAP/PSP Award for Excellence, Classics and Ancient History, 2006)
Jeder, der auch nur flüchtig mit der lateinischen Sprache vertraut ist, kennt "Gallia est omnis divisa in partes tres" ("Ganz Gallien ist in drei Teile geteilt"), die erste Zeile von De Bello Gallico, Julius Caesars berühmtem Kommentar zu seinen Feldzügen gegen die Gallier in den 50er Jahren vor Christus. Doch was wollte Caesar mit dem Verfassen und Veröffentlichen seiner Kommentare erreichen, wie ging er dabei vor, und welche unvorhergesehenen Folgen hatte sein Werk möglicherweise? Diesen Fragen geht Andrew Riggsby in dieser Neuinterpretation eines der Meisterwerke der lateinischen Prosa nach.
Riggsby verwendet zeitgenössische literaturwissenschaftliche Methoden, um den historischen Einfluss zu untersuchen, den die Kommentare auf das römische Lesepublikum hatten. Im ersten Teil seiner Studie untersucht Riggsby, wie Caesar die römische Identität und ihr Verhältnis zu den Nicht-Römern definierte. Er zeigt, wie Caesar eine mögliche Vision der politischen Zukunft eröffnet, in der die Unterscheidung zwischen Römern und Nicht-Römern aufgrund ihrer gemeinsamen Unterwerfung unter einen Caesar-ähnlichen Führer an Bedeutung verliert. Im zweiten Teil analysiert Riggsby Caesars politische Selbstdarstellung und die möglichen Auswirkungen seines Schreibens und seiner Veröffentlichung des Gallischen Krieges. Er zeigt, wie Caesar sich auf subtile Weise als eine neue Art von römischem Feldherrn präsentiert, der nicht nur für seine eigenen Tugenden, sondern auch für die seiner Soldaten Anerkennung verdient. Riggsby verwendet Fallstudien zu Schlüsselthemen (räumliche Darstellung, Ethnographie, virtus und Technologie, Gattung und gerechter Krieg), die durch synthetischere Diskussionen ergänzt werden, die Belege aus anderen römischen und griechischen Texten einbeziehen, um ein umfassendes Bild der Themen nationale Identität und Caesars Selbstdarstellung zu vermitteln.