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Crime and Community in Ciceronian Rome
In der späten Römischen Republik wurden Vergehen gegen Einzelpersonen vor privaten Gerichten verfolgt, während die iudicia publica (wörtlich „öffentliche Gerichte“) über Fälle verhandelten, die die Gemeinschaft als Ganzes schädigten. In diesem Buch untersucht Andrew M.
Riggsby gründlich die Arten von Fällen, die vor den öffentlichen Gerichten verhandelt wurden, um ein provokantes neues Verständnis dessen zu bieten, was in der Römischen Republik als „Verbrechen“ bezeichnet wurde, und um die inhärent politische Natur der römischen öffentlichen Gerichte zu beleuchten. Durch die Linse von Ciceros forensischer Redekunst untersucht Riggsby die vier wichtigsten öffentlichen Vergehen: ambitus (Bestechung der Wählerschaft), de sicariis et veneficiis (Mord), vis (Aufruhr) und repetundae (Erpressung durch Provinzverwalter).
Er argumentiert überzeugend, dass jedes dieser Vergehen eine Verletzung der ordnungsgemäßen Beziehungen zwischen dem Staat und dem Volk darstellt, wie sie von Rednern und Geschworenen interpretiert wurden. Er kommt zu dem Schluss, dass in der späten römischen Republik die einzigen Verbrechen politische Verbrechen waren.