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China and Iran: Ancient Partners in a Post-Imperial World
Die nuklearen Bestrebungen des Iran dominieren zunehmend seine Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und Europa. China ist nach wie vor einer der stärksten Verbündeten des Iran im Sicherheitsrat und auch der wahrscheinlichste Lieferant von Technologie und Unterstützung, der auf jahrzehntelangen engen wirtschaftlichen und militärischen Beziehungen aufbaut. Nach den Rekordgewinnen im Ölgeschäft und dem Sieg der Schiiten bei den irakischen Parlamentswahlen gewinnt der Iran im Nahen Osten und in Asien an Einfluss. Wie der Iran hat auch China jahrzehntelang darum gekämpft, seine Eigenständigkeit und seinen geopolitischen Einfluss zu stärken, nachdem es unter dem europäischen Kolonialismus schmerzhafte Erfahrungen gemacht hatte, die zu nationalistischen Revolutionen führten.
Mit China und Iran: Ancient Partners in a Post-Imperial World (Alte Partner in einer postimperialen Welt) betritt John Garver Neuland in Bezug auf die Beziehungen zwischen der Volksrepublik China und der Islamischen Republik Iran. Ausgehend von den beiden Begriffen Zivilisation und Macht untersucht Garver die Beziehungen zwischen diesen beiden alten und stolzen Völkern, die sich gegenseitig als ebenbürtig und als Partner in ihrem Bestreben betrachten, ein post-westlich dominiertes Asien aufzubauen. Die aufeinanderfolgenden Regierungen Chinas und des Irans haben in dem jeweils anderen erhebliche nationale Fähigkeiten erkannt, die es den Ländern ermöglichen, ihre eigenen nationalen Interessen durch Zusammenarbeit zu verwirklichen. Diese Interessen haben sich geändert - von der Bekämpfung des sowjetischen Expansionismus bis zum Widerstand gegen den Unilateralismus der USA -, aber die kooperative Beziehung zwischen den beiden Nationen ist konstant geblieben.
In seiner fesselnden Analyse untersucht Garver die Entwicklung der chinesisch-iranischen Beziehungen in verschiedenen Phasen, einschließlich des Irans unter dem Schah und vor der Revolution von 1979, von der Revolution von 1979 bis 1989, einem Jahr, das sowohl durch das Ende des iranisch-irakischen Krieges als auch durch den Beginn des Konflikts in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen gekennzeichnet war, und von 1989 bis 2004. China und der Iran beinhaltet eine Diskussion über die aktuellen Debatten in der Internationalen Atomenergiebehörde über die iranischen Atomprogramme und Chinas Rolle bei der Unterstützung dieser Programme und der Unterstützung des Irans in internationalen Debatten. Garver untersucht Chinas Beteiligung an Irans Bemühungen, sein Militär zu modernisieren, einschließlich Chinas Angebot von Waffen, Investitionsgütern und technischen Dienstleistungen im Tausch gegen iranisches Öl, wobei er Verbindungen zwischen diesem Energieaustausch und Chinas Unterstützung für den Iran in politischen Arenen aufzeigt.
Im heutigen politischen Klima, in dem China als eine aufstrebende und zunehmend einflussreiche Weltmacht und der Iran als eine der mächtigsten Nationen im Nahen Osten anerkannt sind, stellt dieses Buch eine entscheidende Analyse eines Themas dar, das für Wissenschaftler und die breite Öffentlichkeit von größter Bedeutung ist.