Bewertung:

In den Rezensionen zu „Decoding Clausewitz“ wird hervorgehoben, dass Professor Sumida einen wertvollen Begleiter zu Clausewitz' komplexem Werk „Über den Krieg“ liefert. Während einige Leser das Buch als erhellend und notwendig für das Verständnis der Ideen von Clausewitz empfanden, fanden andere es schwierig zu lesen und nicht fesselnd genug. Das Buch wird gelobt, weil es Missverständnisse ausräumt und eine tiefere Analyse der Theorien von Clausewitz bietet.
Vorteile:Die klare Darstellung der komplexen Ideen von Clausewitz, die hilfreich ist, um häufige Fehlinterpretationen zu korrigieren, bietet eine tiefgreifende Analyse und ein besseres Verständnis von „Über den Krieg“, was für Militärexperten und Studenten wertvoll ist.
Nachteile:Einige Leser fanden es schwierig, sich auf das Buch einzulassen, beschrieben es als schwer verständlich und merkten an, dass es nicht über das Originalwerk von Clausewitz hinausgeht.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Decoding Clausewitz: A New Approach to on War
Seit fast zwei Jahrhunderten ist Der Krieg von Carl Phillip Gottfried von Clausewitz (1780-1831) die Bibel für Staatsmänner und Militärs, Strategen, Theoretiker und Historiker, die sich mit bewaffneten Konflikten beschäftigen. Von ihm stammt der berühmte Aphorismus, dass der Krieg eine Erweiterung der Politik mit anderen Mitteln ist, und er wurde viel gelesen und diskutiert. Doch wie Jon Sumida in diesem gewagten neuen Blick auf Clausewitz' Hauptwerk zeigt, ist seine volle Bedeutung den meisten Lesern entgangen - bis jetzt.
Sumida nähert sich Clausewitz' Klassiker wie einem verschlüsselten Text, entschlüsselt dieses kryptische Meisterwerk und bietet einen produktiveren Weg, die Quellen und die Entwicklung des Denkens seines Autors zu betrachten. Sumida argumentiert, dass "On War" als weitaus vollständiger und kohärenter angesehen werden sollte, als bisher angenommen wurde. Darüber hinaus stellt er die Vorstellung in Frage, dass "Der Krieg" ein Versuch ist, das Wesen bewaffneter Konflikte durch die Formulierung abstrakter Theorien zu erklären.
Clausewitz' Hauptanliegen, so Sumida, war die praktische Unterweisung der militärischen und politischen Führung seines Landes. Um dieses Ziel zu erreichen, erfand Clausewitz eine Methode, mit der er die psychologischen Schwierigkeiten des Oberkommandos nachstellte, um die Intuitionsfähigkeit zu fördern, die seiner Meinung nach für eine wirksame strategische Entscheidungsfindung unerlässlich war. Darüber hinaus argumentiert Sumida, dass Clausewitz' primäre strategische These darin besteht, dass die Verteidigung eine stärkere Form des Krieges ist als die Offensive. Dieses Konzept, so Sumida, muss verstanden werden, um Clausewitz' Positionen zum absoluten und realen Krieg, zum Guerillakrieg und zum Verhältnis von Krieg und Politik zu verstehen.
Sumidas bahnbrechende Kritik wird gestützt durch die Untersuchung der Erfahrungen des preußischen Offiziers während der napoleonischen Kriege, durch frühere bedeutende theoretische und historische Forschungen über Clausewitz und seine Schriften sowie durch moderne philosophische und wissenschaftliche Werke, die viel mit Clausewitz' kreativem Leitfaden für die Betrachtung der strategischen Praxis gemeinsam haben.
Sumidas Buch ist eine bedeutende geistes- und militärgeschichtliche Studie und bietet eine provokative und vor allem leicht verständliche Behandlung eines bisher unzugänglichen Klassikers. Es wird sicherlich zur Pflichtlektüre für alle Militärexperten und ernsthaften Studenten des militärischen Denkens werden.