Bewertung:

Die Sammlung von Interviews mit Clint Eastwood bietet Einblicke in seinen Filmemacherprozess, wird aber als repetitiv und wenig tiefgründig kritisiert. Während einige Leser den Fokus auf Eastwood als Regisseur und seinen einzigartigen Erzählstil schätzen, finden andere den Inhalt langweilig und unoriginell.
Vorteile:Bietet Einblicke in Eastwoods Herangehensweise an das Filmemachen, deckt eine Vielzahl seiner Werke ab, präsentiert seine Gedanken auf unkomplizierte Weise und ist für Fans von Clint Eastwood oder ernsthafte Filmliebhaber zu empfehlen.
Nachteile:Der Inhalt der Interviews wiederholt sich, es fehlt an Tiefe und neuen Erkenntnissen, für manche Leser ist es langweilig und wird im Vergleich zu anderen Biografien als überteuert angesehen.
(basierend auf 7 Leserbewertungen)
Als Star ist Clint Eastwood vor allem durch zwei frühe Rollen in Erinnerung geblieben: der "Mann ohne Namen" in drei in Europa gedrehten Western und "Dirty" Harry Callahan, der kompromisslose Cop, der in fünf Filmen leise sprach und eine große Waffe trug. Aber wie nur wenige andere Stars hat Eastwood seine eigene Karriere geprägt, indem er fast ausschließlich in Filmen auftrat, die er produzierte oder mitproduzierte, häufig unter seiner eigenen Regie. Kein anderer zeitgenössischer Schauspielstar hat so oft selbst Regie geführt.
Seine Erfolge als Regisseur begannen in den späten 70er Jahren und erreichten 1992 mit der Veröffentlichung seines Oscar-prämierten Films Unforgiven ihren Höhepunkt. Eastwood hat als unabhängiger Filmemacher einen bemerkenswerten Weg eingeschlagen. Er ist ein Insider der Filmindustrie, der sich im etablierten Hollywood-System bewegt, doch er bleibt ein Außenseiter, weil er sich standhaft weigert, kulturelle und ästhetische Trends in der Filmproduktion und im Filmstil zu beachten. In seinen Filmen hat er das Leben von Künstlern untersucht (Honkytonk Man, 1982; Bird, 1988; White Hunter, Black Heart, 1990) und sein eigenes Star-Image in Frage gestellt (The Gauntlet, 1977; Bronco Billy, 1980; Unforgiven, 1992), ohne dabei den Zugang zu einem breiten Publikum zu verlieren.
Die hier versammelten Interviews erstrecken sich über die fast drei Jahrzehnte von Eastwoods Karriere als Regisseur. Der Schwerpunkt liegt dabei auf praktischen Fragen des Filmemachens und auf seiner Philosophie des Filmemachens. Fast die Hälfte stammt aus britischen und europäischen Quellen. Letztere, die zum ersten Mal auf Englisch erscheinen, zeigen, wie die Europäer ihn als Regisseur lobten, während viele amerikanische Kritiker ihn noch nicht als verdienstvollen Schauspieler anerkannt hatten.
Robert E. Kapsis, Autor von Hitchcock: The Making of a Reputation, ist Professor für Soziologie und Filmwissenschaft am Queens College, CUNY. Seit 1995 ist er ausführender Produzent von American Film Masters. Kathie Coblentz ist Katalogisiererin für Sondersammlungen an der New York Public Library. Sie arbeitet auch an der Reihe American Film Masters mit.