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Clive: Founder of British India
Robert Clive (1725-1774), der spätere 1. Baron Clive, gilt weithin als Gründer von Britisch-Indien. Er kam 1744 als Angestellter der East India Company in Madras an. Durch rechtzeitige Beförderung und eine klare Affinität zur militärischen Führung festigte er die kommerzielle und territoriale Position der Kompanie in Südindien, bevor er dasselbe im Nordosten in Bengalen tat. Im Jahr 1757 besiegten Truppen der Kompanie unter seinem Kommando den Nawab von Bengalen in der Schlacht von Plassey. Dieser Sieg setzte die Vorherrschaft der Ostindien-Kompanie über weite Teile Indiens in Gang und ebnete den Weg für die Gründung des britischen Raj im Jahr 1857, das noch neunzig Jahre lang Bestand haben sollte.
Clive ist eine faszinierende und wichtige historische Figur: ein einfacher Angestellter der Kompanie, der zu großen Höhen aufstieg; ein informell ausgebildeter militärischer Befehlshaber, der die Truppen der Kompanie und die einheimischen indischen Truppen zu einer Reihe mitreißender Siege über lokale Rivalen führte, die von den Franzosen unterstützt wurden; ein habgieriger Politiker, der seinen großen Reichtum nutzte, um sich eine prominente gesellschaftliche Stellung zu sichern; und schließlich eine verfolgte Persönlichkeit der Gesellschaft, die, von Krankheit geplagt, sich angeblich das Leben nahm.
Niemand war in der Frühzeit der britischen Unternehmungen in Indien so bekannt und umstritten wie Clive. In der heutigen Zeit, in der man mit Leichtigkeit von Imperium und Globalismus spricht, ist Clive als Diener der Ostindien-Kompanie - die sich zum damals größten transnationalen Handelsunternehmen der Welt entwickelte - und als Vertreter des Imperialismus eine Figur, die überraschend viel Resonanz findet.