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Cluny and the Muslims of La Garde-Freinet: Hagiography and the Problem of Islam in Medieval Europe
Im Sommer 972 entführte eine Gruppe muslimischer Räuber, die sich in Südfrankreich in der Nähe von La Garde-Freinet aufhielt, den Abt von Cluny, als dieser mit seinem Gefolge die Alpen auf dem Weg von Rom nach Burgund überquerte.
Letztendlich wurde der Abt freigelassen, aber die Dreistigkeit dieser Entführung empörte die christlichen Führer und weckte den Willen der örtlichen Fürsten. Kurz darauf stellte Graf Wilhelm von Arles ein Heer auf und schaffte es, die muslimische Festung zu vernichten.
Die Mönche von Cluny hielten diese Geschichte im nächsten Jahrhundert am Leben. Scott G. Bruce untersucht die Erzählung und Nacherzählung dieser Geschichte und konzentriert sich dabei auf die Darstellung des Islams in jeder Erzählung und wie sich diese Darstellung im Laufe der Zeit veränderte.
Die wichtigste Figur in dieser Studie ist Peter der Ehrwürdige, einer der führenden Intellektuellen Europas und Abt von Cluny von 1122 bis 1156, der lateinische Übersetzungen muslimischer Texte wie des Korans in Auftrag gab. Cluny und die Muslime von La Garde-Freinet bietet uns die einmalige Gelegenheit, die christliche Wahrnehmung des Islam in der Zeit der Kreuzzüge zu untersuchen.