Bewertung:

Das Buch zeichnet sich durch ein reiches und lebendiges Vokabular aus und gibt einen Einblick in das Leben der Stammesvölker, aber seine Prosa kann aufgrund von übermäßigen Beschreibungen und Tippfehlern eine Herausforderung darstellen. Viele Leser schätzen die Tiefe der Geschichte und die Leistungen der Autorin.
Vorteile:⬤ Wunderschönes Vokabular und Beschreibungen
⬤ wertvoller Einblick in das Leben der amerikanischen Ureinwohner
⬤ eine inspirierende Geschichte von einem bemerkenswerten Autor
⬤ unterhaltsam, wenn man ihm eine Chance gibt
⬤ kommt gut bei Klassen an, die den Inhalt studieren.
⬤ Prosa kann übermäßig beschreibend und anspruchsvoll sein
⬤ enthält Tippfehler
⬤ einige finden die Geschichte klischeehaft und melodramatisch
⬤ Schreibqualität kann uneinheitlich sein.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Cogewea, the Half Blood: A Depiction of the Great Montana Cattle Range
Cogewea (1927) ist einer der ersten bekannten Romane einer amerikanischen Ureinwohnerin und erzählt die Geschichte eines Halbblut-Mädchens, das zwischen den Welten der englischen Rancher und der Vollblut-Indianer in den Reservaten hin- und hergerissen ist; zwischen dem feigen und falschherzigen Oststaatler Alfred Densmore und James LaGrinder, einem Halbblut-Cowboy und dem besten Reiter am Flathead; zwischen dem Buchwissen und der Volksweisheit ihrer Vollblut-Großmutter.
Das Buch verbindet authentische indianische Überlieferungen mit den Umständen und Dialogen eines populären Romans; in seiner Sprache zeigt es eine autodidaktische Schriftstellerin, die versucht, mit der Kluft zwischen dem formalen schriftlichen Stil und dem bequemen Rhythmus und Slang der vertrauten Sprache zurechtzukommen. Mourning Dove, die Autorin von Cogewea, war eine Okanogan aus dem östlichen Washington.
Sie lebte als Wanderarbeiterin und kehrte nach zehnstündigen Arbeitstagen auf den Hopfenfeldern und Apfelplantagen treu an die abgenutzte Schreibmaschine in ihrem Zelt zurück. Lucullus Virgil McWhorter, ein angesehener und sympathischer Student der indianischen Überlieferung und Geschichte, ermutigte sie in ihrem Ehrgeiz, Schriftstellerin zu werden; schließlich machte sie ihr Buch zu einer Aufzeichnung der Folklore des Okanogan-Stammes, zu einem Plädoyer für das Wohlergehen der Halbblüter und vor allem zum Zeugnis ihrer eigenen zielstrebigen Hingabe.