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Comics of Julie Doucet and Gabrielle Bell: A Place Inside Yourself
Beiträge von Kylie Cardell, Aaron Cometbus, Margaret Galvan, Sarah Hildebrand, Frederik Byrn K hlert, Tahneer Oksman, Seamus O'Malley, Annie Mok, Dan Nadel, Natalie Pendergast, Sarah Richardson, Jessica Stark und James Yeh.
Die oft autobiografischen Comics von Julie Doucet und Gabrielle Bell lassen sich auf selbstreflexive Weise nicht so einfach kategorisieren. In diesem Band betrachten die Herausgeber Tahneer Oksman und Seamus O'Malley die Kunst von Doucet und Bell als aktiv feministisch, und zwar nicht nur, weil sie die Perspektive von Frauen einnehmen, sondern auch, weil sie auf provokante Weise die komplizierten, multivalenten Rahmenbedingungen solcher Engagements zur Sprache bringen. Während jede Künstlerin eine einzigartige Perspektive, einen eigenen Stil und eine eigene Weltsicht hat, untersuchen die Essays in diesem Buch ihre gemeinsamen Investitionen in formale Innovation und Experimente sowie in das Spiel mit Fragen des Autobiografischen, des Fantastischen und der Zwischenräume.
Doucet ist eine kanadische Underground-Cartoonistin, die für ihre autobiografischen Werke wie Dirty Plotte und My New York Diary bekannt ist. Bell hingegen ist eine britisch-amerikanische Cartoonistin, die vor allem für ihre intensiv introspektiven semiautobiografischen Comics und grafischen Memoiren wie die Lucky-Serie und Cecil und Jordan in New York bekannt ist. Indem das Buch Doucet und Bell zusammenbringt, wird die Bedeutung weiblicher Netzwerke und der sozialen und kulturellen Verbindungen, Assoziationen und Bedingungen, die jedes Kunstwerk prägen, anerkannt.
Neben den Originalaufsätzen werden in diesem Band auch Interviews mit den Künstlerinnen wiederveröffentlicht. Durch die gemeinsame Lektüre der Comics von Doucet und Bell in diesem Band, der in einer Reihe erscheint, die Studien über einzelne Künstlerinnen gewidmet ist, zeigt das Buch, wie wichtig es ist, "einen Platz in sich selbst" zu finden, um zu schaffen, und wie sehr dieser Raum immer ein gemeinsamer Raum zu sein scheint, der sich aus dem Leben, den Erfahrungen und den Subjektivitäten der Umgebung ergibt und diesen unterworfen ist.