Bewertung:

Das Buch „How Come Boys Get to Keep Their Noses?“ von Tahneer Oksman ist eine nuancierte und bahnbrechende Untersuchung der jüdischen Identität durch die Linse zeitgenössischer grafischer Memoiren, wobei der Schwerpunkt auf den Beiträgen von Künstlerinnen liegt. Es wird für seinen Tiefgang, seine kritische Analyse und seine Zugänglichkeit gelobt, die wissenschaftliche Diskussionen für ein breites Publikum interessant machen.
Vorteile:Das Buch ist wunderschön geschrieben, unglaublich aufschlussreich und bietet einen strengen, aber dennoch zugänglichen wissenschaftlichen Ansatz. Es bietet eine anregende Analyse der Überschneidungen zwischen Identität, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht und Kunst, hinterfragt Stereotypen und regt zur Selbstreflexion an. Oksmans Forschung trägt zu mehreren Bereichen bei und spricht sowohl Akademiker als auch allgemeine Leser an.
Nachteile:Einige Nutzer äußerten ihre Unzufriedenheit über negative Rezensionen, die ihnen kleinlich erschienen, was darauf hindeutet, dass emotionale Reaktionen die Wahrnehmung des Wertes des Buches beeinflussen können.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
How Come Boys Get to Keep Their Noses?": Women and Jewish American Identity in Contemporary Graphic Memoirs"
Amerikanische Comics spiegeln die besonderen Sensibilitäten und Erfahrungen der jüdischen amerikanischen Männer wider, die bei ihrer Entstehung eine herausragende Rolle spielten. Aber was ist mit den Beiträgen jüdischer Frauen? Tahneer Oksman konzentriert sich auf das visionäre Werk von sieben zeitgenössischen jüdischen Cartoonistinnen und stellt eine bemerkenswerte Verbindung zwischen Innovationen in der grafischen Erzählweise und den instabilen, widersprüchlichen und mehrdeutigen Figurationen des jüdischen Selbst in der Postmoderne her.
Oksman isoliert das dynamische Judentum, das jedes Bild in den autobiografischen Comics von Aline Kominsky Crumb, Vanessa Davis, Miss Lasko-Gross, Lauren Weinstein, Sarah Glidden, Miriam Libicki und Liana Finck verbindet. Die Darstellungen des Jüdischseins dieser Künstlerinnen basieren auf einem Identitätskonzept, das sowohl auf Rebellion als auch auf Identifikation und Zugehörigkeit beruht, und nehmen in den Zwischenräumen zwischen dem, wie wir uns selbst sehen, und dem, wie andere uns sehen, Gestalt an.
Sie experimentieren mit verschiedenen Darstellungen und Zugehörigkeiten, ohne zu vergessen, dass die Identität das Selbst mit anderen verbindet. Ausgehend von Kominsky Crumbs ikonischem Comic "Nose Job" aus dem Jahr 1989, in dem sich ihr Alter Ego weigert, sich durch eine Schönheitsoperation zu assimilieren, ist Oksmans Studie eine fesselnde Erkundung der Erfindung angesichts des Drucks, zu verschwinden.