Bewertung:

Daisy Miller ist eine klassische Novelle von Henry James, die Themen wie Klasse, Geschlechterrollen und gesellschaftliche Normen anhand der Geschichte eines temperamentvollen amerikanischen Mädchens erforscht, das sich in der starren sozialen Struktur der europäischen Aristokratie zurechtfindet. Das Buch hat gemischte Reaktionen hervorgerufen, wobei einige Leser die Tiefe des Buches schätzten, während andere die Handlung und die Sympathie der Charaktere als unzureichend empfanden.
Vorteile:Viele Rezensenten lobten das Buch für seine zum Nachdenken anregenden Ideen, die anschaulichen Darstellungen der gesellschaftlichen Normen und die Schönheit der Sprache. Die kurze Länge des Buches macht es zu einer schnellen Lektüre, und die Erforschung der kulturellen Gegensätze zwischen Amerikanern und Europäern ist fesselnd. Darüber hinaus schätzten einige Leser die Möglichkeit zur Diskussion, die das Buch für Bildungszwecke bietet.
Nachteile:Kritiker bemängelten das Fehlen einer fesselnden Handlung und fanden die Hauptfigur Daisy entweder oberflächlich oder unsympathisch, was dem Leseerlebnis abträglich ist. Einige waren der Meinung, der Schreibstil sei zu verschnörkelt und veraltet, so dass er manchmal ermüdend sei. Darüber hinaus äußerten mehrere Leser ihre Unzufriedenheit über das abrupte und unbefriedigende Ende sowie über das Fehlen hilfreicher Anmerkungen in einigen Ausgaben.
(basierend auf 277 Leserbewertungen)
Daisy Miller by Henry James: Adapted by Joseph Cowley
Henry James wurde am 15. April 1843 in den Vereinigten Staaten, in New York City, geboren und gilt als amerikanischer Schriftsteller, obwohl er den größten Teil seines Lebens in England verbrachte und ein Jahr vor seinem Tod am 28.
Februar 1916 in London die britische Staatsbürgerschaft annahm. Er gilt als eine der wichtigsten literarischen Figuren des 19. Jahrhunderts und schrieb hauptsächlich erzählende Romane.
Er beeinflusste viele andere Schriftsteller, vor allem Edith Wharton.
James war der Sohn von Henry James sen., einem bekannten Intellektuellen seiner Zeit, und der Bruder von William James. Henry James ist vor allem für seine Romane bekannt, in denen er die Begegnung zwischen Amerikanern und Europäern schildert.
Sein Schreibstil, der vor allem in seinen späteren Jahren oft wortreich und indirekt ist, macht ihn manchmal schwer lesbar. Oft schreibt er auch aus der Sicht der Figuren in einer Geschichte und erforscht Fragen des Bewusstseins und der Wahrnehmung. James leistete einen bedeutenden Beitrag zur Literaturkritik, vor allem in seinen späteren Jahren, als seine Werke mit ausführlichen Einführungen von James neu aufgelegt wurden.
Er bestand darauf, dass den Schriftstellern die größtmögliche Freiheit beim Schreiben zugestanden wird und dass die erzählende Fiktion dem Leben entspricht und den Lesern ein wiedererkennbares Bild des Lebens vermittelt. Ob ein Roman gut oder schlecht ist, lässt sich seiner Meinung nach nur daran erkennen, ob der Autor gut oder schlecht ist. Seine phantasievolle Verwendung von Blickwinkeln, inneren Monologen und Erzählern, die nicht unbedingt zuverlässig waren, verlieh seiner Fiktion Tiefe und Interesse.
Die Aspern-Papiere sind neben The Turn of the Screw einer seiner bekanntesten Kurzromane. Neben der Belletristik veröffentlichte er Artikel, Reisebücher, Autobiografien, Biografien, Kritiken und Theaterstücke.
Zu seinen Meisterwerken gehören Daisy Miller (1879), The Portrait of a Lady (1881), The Bostonians (1886), What Maisie Knew (1897), The Wings of the Dove (1902) und The Golden Bowl (1916), die in der Reihe Classics Condensed by Cowley erhältlich sind.