Bewertung:

Das Buch bietet eine gut recherchierte und gründliche Biografie des Schauspielers Dan Duryea, der für seine Rollen als Bösewicht in Film und Fernsehen bekannt ist. Es enthält zwar unterhaltsame Einblicke und Fotos, aber einige Leser fanden, dass der Schwerpunkt zu sehr auf Filmzusammenfassungen liegt und nicht auf einer eingehenden Untersuchung von Duryeas persönlichem Leben.
Vorteile:Gut recherchiert, mit Interviews mit Duryeas Familie und Co-Stars, mit einer detaillierten Filmografie, mit tollen Fotos, nostalgisch für Fans, zeigt den Kampf des Schauspielers mit dem Typecasting und fängt seinen wahren Charakter als anständigen Menschen ein.
Nachteile:Der Schwerpunkt liegt eher auf Filmzusammenfassungen als auf einer Biografie, es fehlt an detaillierten Angaben zum persönlichen Leben, einige fanden es eher wie eine Filmkritik als eine echte Biografie und beschrieben es als wortreich und unangenehm zu lesen.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Dan Duryea: Heel with a Heart
Dan Duryea (1907-1968) beeindruckte die Kinobesucher mit seinem ersten großen Auftritt auf der Leinwand in der Rolle des hinterhältigen Leo Hubbard in dem klassischen Melodrama The Little Foxes von 1941. Seine anschließende Film- und Fernsehkarriere sollte von 1941 bis zu seinem Tod andauern. Duryea ist vor allem für die fiesen, intriganten Bösewichte bekannt, die er in Noir-Meisterwerken wie Scarlet Street, Criss Cross und The Woman in the Window darstellte. In jedem dieser Filme verkörperte er eine Mischung aus Bedrohung, Niedertracht, Selbstvertrauen und oberflächlichem Charme. Diese erfolgreiche Kombination führte ihn zum Ruhm und brachte ihm die Verehrung der weiblichen Fans ein, obwohl Duryeas Brutalität auf dem Bildschirm so oft auf weibliche Charaktere abzielte. Die genaue Untersuchung von Duryeas Schaffen in dieser Biografie zeigt, dass er in verschiedenen Rollen in vielen Genres brillierte - in Kriegsfilmen, Western, Kriminaldramen und sogar in der einen oder anderen Komödie.
Dan Duryea: Heel with a Heart ist eine umfassende Biografie, die das Spannungsverhältnis zwischen Duryeas schurkischem Image auf der Leinwand und seinem samaritanischen Privatleben beleuchtet. Zu Hause erwies er sich als einer der ehrenhaftesten und anständigsten Männer Hollywoods. Duryea war von 1931 bis zu ihrem Tod im Jahr 1967 mit der ehemaligen Helen Bryan verheiratet. Als engagierter Familienvater nahmen er und Helen eine aktive Rolle bei der Erziehung ihrer Kinder und in der Gemeinde ein.
In seiner Karriere wusste Duryea, dass die Öffentlichkeit Schurkenrollen wollte - es würde einen öffentlichen Gegenschlag geben, wenn die Fans einen Artikel lesen würden, der ihn als anständigen Kerl darstellte. Frustriert darüber, dass er sein Image auf der Leinwand und in der Öffentlichkeit nicht völlig ablegen konnte, kämpfte er während seiner gesamten Karriere mit dieser Einschränkung. Die Produzenten und die Öffentlichkeit waren nicht daran interessiert, den neuen Wegen zu folgen, die er zu gehen hoffte. Dieses Buch, das in Zusammenarbeit mit Duryeas überlebendem Sohn Richard geschrieben wurde, erforscht das Leben und das Vermächtnis einer Hollywood-Ikone, die auf eine Wiederentdeckung wartet.