Bewertung:

Das Buch ist eine wertvolle Quelle für die Geschichte weniger bekannter Bands aus dem Südwesten, insbesondere aus dem Western-Swing-Genre, leidet aber unter sachlichen Fehlern und oberflächlichen Analysen.
Vorteile:Es stellt detaillierte Verbindungen zwischen Bands aus den 20er bis 40er Jahren her, enthält Zitate von Personen, die während dieser Ära anwesend waren, und ist gut geschrieben, ohne übermäßig akademisch zu sein. Es füllt eine wichtige Lücke in der Literatur über den Western Swing.
Nachteile:Es enthält sachliche Fehler und einige Ungereimtheiten, insbesondere in Bezug auf Bandbiografien und Musikanalysen. Die Auswahl der Musiktitel basiert auf veralteten Quellen, was die Tiefe der musikalischen Bewertung untergräbt.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Dance All Night: Those Other Southwestern Swing Bands, Past and Present
Seine Klänge mögen eindringlich sein, aber der Western Swing ist lebendig und im Aufschwung und erlebt eine Renaissance unter Musikern, die zu jung sind, um sich an seine Blütezeit zu erinnern oder sie überhaupt zu verstehen. Für sie mag der Begriff an die landesweit bekannte Country-Musik von Bob Wills und seinen Texas Playboys und der Spade Cooley Band erinnern.
Doch auf lokaler Ebene beherrschten Western Swing Bands in den 1930er Jahren die Luftstraßen und Tanzlokale in jeder Stadt und ländlichen Umgebung im gesamten Südwesten und hatten in den 1940er Jahren ihren Einfluss und ihre Musik bis nach Kalifornien verbreitet. Jean A. Boyd stellt die Geschichte und die Musik dieser Bands vor, die zwar keinen nationalen Ruhm erlangten, aber während der Depression und des Zweiten Weltkriegs für Tausende von Südwestbürgern, die nach Abwechslung und gutem Tanz suchten, eine lokale Sensation waren.
Eingefleischte Fans, die auf Festivals unterwegs sind, werden die Geschichten und Erinnerungen, die Boyd sorgfältig zusammengetragen hat, zu schätzen wissen, während Musikwissenschaftler ihre musikalische Analyse und ihre Transkriptionen der aufgenommenen Auftritte begrüßen werden. Auch die Interpreten können von den allgegenwärtigen Swing-Jazz-Künstlern einer noch nicht vergessenen Zeit neue Licks und Tricks lernen, die hier zur Freude und Erbauung einer weiteren Generation aufbewahrt werden.